Reise ins Land der Träume

Das ist jetzt Ihr Display!

Bereits vorhin signalisierte das Geschäftstelefon einen Anruf. Jedoch übernahm bereits der Anrufbeantworter das Gespräch.

Moina fährt mit dem Fahrrad voraus, auf der Straße der Kindheit, Richtung Ortskern. Sie schreibt Geschichten. Dicke Bücher voller Geschichten. Bis zum heutigen Tag – also mein Leben lang – hatte ich geglaubt, diese Strecke habe eine leichte Steigung. Um so verwunderter bin ich nun, da Moina mit Leichtigkeit davon saust. Ja, ich erkenne: die Strecke hat Gefälle! Es muss an der Perspektive gelegen haben; vielleicht schaute ich immer aus der Gegenrichtung? Erstaunlich.

Das Geschäftstelefon klingelt erneut; hier, in meiner Wohnung am Straßenrand. Ich renne los, höre bereits meine Stimme auf dem AB, wie ich etwas atemlos im letzten Satz anbiete: „Das ist jetzt Ihr Display…“
Wie blöd! Diesen letzten Satz hatte ich doch längst korrigieren wollen. Der ergibt ja keinen Sinn. Das ist jetzt Ihr Platz? Eigentlich hatte ich sagen wollen: It’s your turn now. Oder so ähnlich. Ausdrücken wollte ich: Hier bleibt Raum für Ihre Gedanken. Oder so ähnlich. Wie auch immer, der Anrufer legt – wider Erwarten! – nicht auf, sondern beginnt seinen Traum zu erzählen. Im Hintergrund lässt er eine passende, unheimliche Musik spielen. Die gesamte Ansage des Traumes ist sehr aufwendig aufgenommen … seine Stimme wird immer schauriger … ein Krimi, vielleicht. Dann geschieht offenbar etwas bei ihm … die Männerstimme bricht und … … …

~ Traum vom 2. März 2012 ~



Teeblatt am Faden

Ein Teeblatt

Vom Traum der Nacht blieb einzig die Erinnerung an ein Bild. Ein Teeblatt: anstelle eines Teebeutels eine Bildkarte am Faden. Gut geeignet zum Eintauchen in die Traumwelt. ~ Traum vom 1. März 2012 ~ weiterlesen

Excellencien

Die Excellencien

Im Freien. Immer wieder vor dieser Tafel stehend und das Bild – im Traum erkenne ich nicht, dass es einen Ausschnitt des mit Pastellkreide gemalten Traumbildes „Lichtgestalten“ zeigt. Das ist die Basis, und sei es die Basis dieses Traumes. Aber… weiterlesen

Keine Angst vor Klischees

Als ich zu mir komme, finde ich mich, obgleich im Bett liegend, auf Reisen. Mike sitzt am Rechner, wendet seinen Blick nicht vom Monitor, als er mein Wachwerden bemerkt, sondern fragt interessiert nach, ob ich die Fotos noch habe. Die… weiterlesen

Badewannencode

Das an die Küche angrenzende Speisezimmer liegt zwei Stufen tiefer in der Wohnung. Zwei Tische. Die Älteren sitzen dort und warten auf den Beginn der Brotmahlzeit, die vor einem aufwändigen Unternehmen eingenommen werden soll. Es fehlen noch Thommy und seine… weiterlesen

Polaroidrock

Jackenlast und Polaroidrock

Für viele Stunden während der Nacht werkelte ich an den Fisch-denk-mal Karten herum. Diese sind sämtlich in Sepia-Milchweiß gehalten; vielleicht hatte die Arbeit daran auch wegen dieser Farben etwas Unaufgeregtes. Anschließend mit einem weiblichen Anteil, links von mir, auf dem… weiterlesen

Tutorial zur Schattenarbeit

Tutorial zur Schattenarbeit

Ein raumfüllendes Video-Tutorial soll zeigen, wie ich zeitsparender digital scrappen kann. Ich solle gleich vorsorglich einige grundlegende Elemente auf Lager speichern, ehe diese zu dem eigentlichen Bild weiterverarbeitet und vereint werden, so könne ich schon bald daraus schöpfen und mir… weiterlesen

Postkartenbuch mit Fisch

Postkartenbuch – Crossing

Das Crossing mit dem Postkartenbuch funktioniert so: Eine Postkarte wird verschickt. Der Empfänger legt eine weitere Postkarte obendrauf, verknüpft sie mit der unteren und sendet alles an den nächsten Teilnehmer, der wiederum eine weitere Postkarte oben drauf packt und an… weiterlesen

Postkartenpräsentation

Postkartenpräsentation

Die Waakhauser Landstraße in Richtung Worpswede. Ein Stau zieht sich die gesamte Strecke entlang – die Autos schleichen in großem Abstand hintereinander her, fahren halb auf dem Fahrbahnrand. Ich Depp hätte mich, wäre ich allein unterwegs, natürlich ganz hinten angereiht… weiterlesen

Stinkefingerschatten

Projekt “Stinkefinger”

Da sich ein Gedankengang unzählige Male wiederholt, ohne dass er mich weiterführte, wiederholt sich diese Traumszene bis zu quälendem Überdruss. Als Aufgabe setzte ich mir, zu überlegen, auf welche Weise ich meine Postkarten präsentieren könnte. Entschied mich bald für die… weiterlesen

Fünf Katzen

Präsentation von fünf Katzen

In einem noch schlafenden Nebenraum. Vor einer langen Tafel, gedeckt mit weißem Tuch, stehe ich. Bereits vor Beginn eines Zusammenseins. MC Winkel veranstaltete kürzlich eine Verlosung. Daran hatte ich teilgenommen, aber ohne mir Chancen auszurechnen. Um so überraschter bin ich… weiterlesen

Feuer in der Nacht

Das geheime Feuer in der Nacht

Nachts. Wie im Schein eines kleinen Feuers an einem einsamen Strand. Ein freundlicher Vagabund sitzt vor einer Mulde, die er eigens mit den Händen in den Sand schaufelte, um einen Edelstahlkochtopf hineinzustellen. Soeben gab er eine geheime Ingredienz in den… weiterlesen

TraumIch

Leben – einfach leben!

Erst nach langer Zeit wird mir klar, dass das, was ich immer für die Realität hielt, in Wirklichkeit ein Film ist, an dem ich maßgeblich beteiligt sein darf. – Ein zentral gelegener Raum von rundem Grundriss, in dessen Zentrum eine… weiterlesen

Tangostern

Tangostern

Vor dem Hintergrund meines Traumblog – genau in dem Moment, da mir die fehlende Traumerinnerung bewusst wird – erscheinen die fahlen Schatten eines Tango tanzenden Paares. Die rasch zunehmende Leuchtkraft des Bildes, der stärker werdende Kontrast, diese geradezu traumhafte Brillianz… weiterlesen

weiße Katze

Im kühlen Grunde

Die Gefahr der Flucht zweier weißer Flauschkatzen, die ich seit Stunden zu beaufsichtigen habe. Ich trage sie auf meinen Unterarmen: Fliegerstellung. Eigentlich will ich sie jetzt in einem Pappkarton tun, weil sie zu ihrem Besitzer – bei diesem handelt es… weiterlesen

Gewitter und fragwürdige Speisen

In einem kleinen Garten inmitten vieler Häuser eile ich – mit einer Gießkanne – zwischen den Beeten umher. Das Wässern der Pflanzen muss unbedingt erledigt werden. Moina ist bei mir, wartet ab. In der Ferne hat sich längst ein großes… weiterlesen

Wahres Wasserbett

Ein Anruf von Rainer. Lebhafte Unterhaltung, während ich mit langen Schritten den Raum durchquere – hin und her. Nach einigen Minuten aber kommt von Rainer keine Antwort mehr. Anfangs denke ich, etwas Falsches gesagt zu haben, das ihn womöglich gekränkt… weiterlesen

2012-02-05 Kuhrosette

Kuh Rosette

Wie aus dem Himmel schauend und doch direkt vor mir: eine braune Kuh mit freundlichem Blick. Sie kommt mir näher, spitzt ihre Lippen zu einem Kuss. Ich recke ihr meinen Kopf entgegen, den Kuß zu erwidern und sehe im letzten… weiterlesen

2012-02-04 wurscht

Graphitspuren in der Wüste

Vorwort aus der Nacht: Auch andere Menschen haben einen Vogel. Das sollte doch ein Trost sein, wenn der eigene [Vogel] mal nicht so gelungen ist. Auf dem Dach sitzend verfolge ich mit, wie die Dachdecker Holzlatten und – pfosten durch… weiterlesen

Traumgespräche – Was Träume über das Seelenleben Ihres Kindes verraten

Markus Salhab u. Bianca Jäger - Traumgespräche - Was Träume über das Seelenleben Ihres Kindes verratenBuchbesprechung: Markus Salhab und Bianca Jäger – Traumgespräche: Was Träume über das Seelenleben Ihres Kindes verraten. München 2010

Das schöne Taschenbuch mit den Kinderzeichnungen auf dem Einband beginnt wohltuend ruhig und führt den Leser sofort abseits der hektischen Alltagspfade. Liest man die ersten Seiten, muss man erst mal tief durchatmen und zur Ruhe kommen. Dies ist nicht nur angenehm sympathisch, sondern auch Bedingung, um in Kontakt mit dem Seelenleben zu gelangen.

Dies gilt besonders, wenn man sich mit dem Traumleben eines Kindes beschäftigen will. Wie durch jede tiefere Beschäftigung mit Träumen gelangt man auch mit dieser Form der Traumarbeit zu einer Quelle inneren Reichtums. Das Potential möglicher positiver Effekte für Eltern und Kind ist dabei immens, wie der Autor mühelos aufzeigt. Am Ende steht ein Glücksgefühl, nicht nur für das Kind, das innerlich wächst und versteht, sondern auch für die Eltern, weil sie ihrem Kind helfen und eine tiefere Beziehung zu ihm herstellen konnten.

Das Buch besteht aus vier Hauptteilen. Im ersten Teil geht es zunächst um die Beziehung zum Kind und welche Rolle die Traumarbeit dabei spielen kann. Etliche Aspekte werden angesprochen: wie wichtig Zeit und Ruhe sind, wie glücklich die Traumarbeit machen kann, wie Kinder dabei an ihren Problemen besser wachsen können, dass Träume auch ein Kummerkasten sein können und wie man mit Traumgesprächen die Sorgen hinter sich lassen kann, und wie nützlich Träume dabei sind, versteckte Potenziale zu erkennen, inneres Neuland zu erobern und zu erkennen, was in einem steckt.

Der zweite Teil beschäftigt sich etwas tiefer mit dem Wesen der Träume. Hier erfährt man in verständlicher Form vieles Wichtige zur Traumtheorie: woher Träume kommen, welche Funktion sie haben, die Bedeutung von Außenreizen und körperlichen Aspekten, wie man das Träumen bei seinem schlafenden Kind beobachten kann, wie wichtig der ganzheitliche Aspekt, der Körper und Seele umfasst, gerade bei Kindern ist, warum man überhaupt nach der Deutung eines Traums verlangt, die psychische Bedeutung von Projektionen auf andere, sowie Interessantes zu kindlichen Albträumen, Träumen von Tieren, Hexen, Zauberern und Märchenträumen. In diesem wichtigen Teil werden viele Fragen beantwortet und Anregungen gegeben.

Der dritte Teil ist der Kernteil des Buches: der Leitfaden für Gespräche mit dem Kind. Zunächst wird die offene Atmosphäre der Gespräche beschrieben, die zwangsläufig philosophische Themen berühren werden, und Tipps gegeben, wie man die Traumerinnerung verbessern kann. Der eigentliche Leitfaden besteht aus neunzehn Gesprächstechniken, die übersichtlich gestaltet, verständlich erklärt und noch einmal auf einer Seite zusammengefasst werden. Diese nützliche Hilfe kann man sich vor den ersten Gesprächen durchlesen und danach sehen, welche Methoden und Techniken besonders hilfreich waren und welche übersehen wurden. Nun wird auch angesprochen, was man tun kann, wenn ein Kind gar nicht über seine Träume reden will, und wie Traumgespräche ‚garantiert‘ gelingen können.

In zahlreichen Fallbeispielen von echten Träumen und Traumgesprächen mit Kindern wird im vierten Teil noch einmal schön gezeigt, wie man die Techniken in kindgerechten Wendungen anbringen kann und welche Techniken zu welchen Ergebnissen führen.

Insgesamt ein schönes, nützliches und bei immer guter Verständlichkeit sehr lehrreiches Buch. Man kann nur vielen Kindern wünschen, dass ihre Eltern das Buch kennenlernen und in ihr Herz lassen.

Link: Markus Salhab und Bianca Jäger – Traumgespräche

 

Nächste Seite »