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Flusspferd

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Traum vom 2. September 2010

Das gewaltige Flusspferd kommt in wildem Hin und Her in die Halle gerannt. Läuft direkt auf mich zu. Doch dann überrennt es mich doch nicht, sondern landet im großen Wasserbecken. Dort kommt es zur Ruhe, am Beckenrand. Sein riesiges Auge schaut mich groß an, abwartend, beobachtend. Direkt neben mir! Wegen der trennenden Beckenwand fühle ich mich ein wenig in Sicherheit. Doch das währt nicht lange, da springt das Flusspferd nämlich aus dem Wasser und rast erneut auf mich zu. Ich sehe mich schon überwältigt, als es über mich hinweg geht.. wie riesig seine dicken fleischigen Hautplatten… wenn seine Füße mich treffen…, womöglich im Gesicht… Doch dann ist es vorüber und: nichts ist geschehen. Ich bin unberührt und unversehrt. Puuuh, was bin ich froh, mich mit dem Thema schon so weit befasst zu haben, dass ich dieser Lage wohl doch gewachsen bin.

Zärtliche Geste

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Traum vom 1. September 2010

Der Mann – rein äußerlich eine Mischung aus „Snyder“ und Albert Hammond — ist mir vom Sehen her vertraut. Seine dunklen Haare sind glatt, fallen weich bis zum Kinn. Ich nehme sie, ordne daraus zwei dicke Strähnen und beginne langsam, sie über seiner Wange zu flechten. Während ich das mache, meinen vorsichtig arbeitenden Händen zuschaue, wird mir mit einem Mal klar, welch zärtliche Geste es ist, mich der Haare des Mannes anzunehmen. Und während mir das Zärtliche dieser Geste bewusst wird, erfassen mich entsprechende Gefühle, was erstaunlich ist, da ich dem Mann nicht nahe stehe. Es stimmt mich nachdenklich… ich war bisher noch nicht auf die Idee gekommen, dass derart zärtliche Gefühle einfach daraus erwachsen können, weil man entsprechende Handbewegungen macht. Dass eine entsprechende Geste erst dazu führen könnte, zärtliche Gefühle für einen Menschen zu entwickeln… – da muss ich unbedingt nachforschen, welche Rolle Gesten bei der Entwicklung von Gefühlen spielen.

Der Salamander-Mann

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Traum vom 31. August 2010

Sendung. Ein Mann wird vorgestellt: Ein führender Angehöriger eines bisher unentdeckten Stammes. Der Eingeborene trägt ein prachtvolles Kostüm, das ihn von der rückwärtigen Seite bedeckt. Wie ein Tierfell über Arme und Beine hinweg bis zum Boden fällt. Ein Gewand aus Federn und Wollbüscheln. Die feuerroten Federn zeichnen die Form eines Salamanders, eingebettet in das Naturweiß der Wolle. In einer Hand einen geschmückten Schamanenstab haltend, tanzt er stampfend in gebeugter Haltung, dreht sich im Kreis und erzählt all den Menschen, die sich um ihn herum versammelt haben, von der Besonderheit seines Stammes. Sein Volk leidet immer wieder unter sonderbaren Epidemien, so erklärt er. Beispielsweise habe es eine Epidemie gegeben, während der er sich ständig gezwungen sah, möglichst viele Frauen zu schwängern. In der Folge wurden natürlich viele Frauen schwanger, wodurch sich die Epidemie rasch ausbreitete – die Ansteckungsgefahr war einfach so groß. Dann gab es eine Epidemie, die zu immer neuen kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Das sei eine sehr schlimme Epidemie gewesen, denn immer wieder fand er sich in Kämpfe und Streitereien verwickelt. Wie er so von den Epidemien berichtet, kräuselt er beim Erzählen seine Nase, wodurch sich seine hellbraune, wie von Goldstaub schimmernde Haut in lustige Falten legt, die ihn sehr sympathisch erscheinen lassen. Sonderbar… diese Epidemien… wie er das so nennt. Auf mich macht das eher den Eindruck, als sei das ein Phänomen, das auch bei anderen Völkern allgemein bekannt ist: Triebe, die nicht mehr beherrscht werden können. Wenn das jetzt Epidemien sein sollen… Naja, der reich geschmückte Eingeborene ist inzwischen von vielen Menschen umringt, die sich für seine Herkunft interessieren. Vor allem wird er wegen seiner hellbraunen und golden schimmernden Hautfarbe bewundert, und wegen der blonden Haare, die bei einem Dunkelhäutigen nicht zu erwarten wären. Ich erhasche einen Blick auf einen der Ordnungshüter, die seinen Berichten sehr wohlwollend und interessiert zuhören: Ein Mann mit sehr dunkler Haut und einem dicken Bauch, der ganz stramm von einem himmelblauen Oberhemd umspannt wird. Er strahlt den Eingeborenen voller Zuneigung an. Dabei entblößt er eine Reihe makelloser Zähne im Oberkiefer. Wow, wie die glänzen! Dann sehe ich es: er sind goldene Zähne. Auch seine Kollegen haben diese goldenen Zähne, den dicken Bauch im himmelblauen Hemd. Erst jetzt beginne ich zu begreifen: die goldenen Zähne und ihre Bäuche sind ein Zeichen des Wohlstandes, auf den sie alle stolz sind. Und sie freuen sich über die Ankunft dieses ungewöhnlichen Ureinwohners, der ein solch angenehm einnehmendes Wesen hat.