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Traum vom 18. Mai 2006

- 4:30 Uhr

Eine quadratische leere Kammer. Der Geweyhte ist an meiner Seite, wir sind in einem angeregten Gespräch vertieft. Nähe, Wärme und innige Verbundenheit. Eine Öko-Frau kommt hinzu. Wir kommen gleich auf den Punkt: sie erklärt, dass der Fuß eine pflanzliche Vulva ist. Vor mir nun (m)ein Fuß in Großaufnahme – langsam dreht er sich und zeigt sich so von allen Seiten. Er sieht nackt und nüchtern aus. Die pflanzliche grüne Wesenheit, die den Fuß beseelt, ist deutlich wahrnehmbar. Der Geweyhte hört uns zu, lacht glucksend vor Vergnügen und meint kopfschüttelnd: „Was Frauen sich den Tag über alles einfallen lassen…“ Sein zugeneigtes Vergnügen an dieser Sache ist ansteckend und in meinem Bauch lacht es auch. Auf der anderen Seite finde ich dies gar nicht so abwegig – erlebe es aus irgendeinem Grund als stimmig. Und schlussfolgere begeistert: „ Dann hinterlässt man beim Gehen ja heiße Zeichen im Sand!“ Die Frau nickt. Der Geweyhte hört aufmerksam zu. Die Frau setzt sich auf einen Hocker, schlägt den rechten Fuß über das linke Knie, um die Laufsohlen ihrer Birkenstock-Sandalen zu zeigen. Dort kommen nämlich mit der Zeit die hinweisenden Zeichen durch, dass der Fuß tatsächlich eine pflanzliche Vulva ist: geringe Abriebspuren und eingeriebener Straßenstaub hinterließen bleibende Spuren in der Sohle, die vage einige Umrisse des Fußes nachzeichnen – vor allem die Umrisse der Zehen und des Ballens zeichnen sich stellenweise ab. Mir ist klar, dass dies mit dem Fußbett zusammenhängt.

Traumpfade:

Traum vom 12. Mai 2006

Mondrose

Geheimnis der Rosenblätter

Rinnsale der Mondin

Scham

Traum vom 9. Mai 2006

Mike lässt einen neuen Auspuff beim Passat einbauen. Es ist ein Auspuff mit zwei Rohre, die je einen hohen und tiefen satten Ton geben. Über eine Hecke hinweg – zum Teil auch an dieser vorbei – kann ich die ersten Startversuche auf dem Gelände der Kfz-Werkstatt Bartko beobachten. Das Teil – eine Art Sitzgondel mit vier Beinen, alles aus frisch zusammengeschweißten Metallstangen gebaut – wurde senkrecht hochgeschossen. Bereits einen Augenblick später landet es im Bereich der Tankstelle: „Boah, das ist ja total gefährlich, was die da machen!!“, sage ich zu Mike, der an meiner Herzseite steht. Das Teil ist nicht nur schwer und scharfkantig, sondern das Metall ist auch noch heiß von der Verarbeitung. Nach dem ersten Schreck wird mir klar, dass diese Art der ersten Funktionsüberprüfung ganz üblich ist. Womöglich sind sogar die Landungen weniger unkontrolliert, als ich anfangs dachte. Im nächsten Augenblick landet das Metallteil in der Nähe des Fliederbuschs. Zwei Kinder flogen darin mit, und sie steigen nun vergnügt aus. Vielleicht ist es ungefährlicher als es anfangs den Eindruck machte.