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Edler Zwirn

Traum vom 27. Dezember 2008 [Februar] - Worpswede

Ich trage unübliche Kleidung: einen absichtlich viel zu weites Jackett aus grauem edlen Zwirn. Es ist mit schwerem Seidenstoff gefüttert. Ich hüpfe und tanze vor einem unbestimmten Objekt, das an der Wand vor mir angebracht ist. Es ist ein sonderbares Gefühl, da die zu weite Jacke meinen Bewegungen verzögert folgt und mir gerade dadurch die Schwere bewusst wird.

Einige Schritte nach links… Eine Bewegung… Ein langer Perserteppich liegt dort. An einer Seite streckt sich ein Frauenarm unter diesem empor zur Seite; in ihrer Hand ein klingelnder Gegenstand, den sie rhythmisch zur Musik erklingen lässt. Mir ist bei dem Anblick etwas unbehaglich. Klar, heute ist ein Verkleidungstag, aber so ein Versteck unter dem Perserteppich ist nicht ohne; wie leicht könnte man auf dieser Frau herumtrampeln?!

Ein Zimmer weiter, weniger gut ausgeleuchtet als die Räume zuvor. Eine Frau steht dort und zeigt, dass sie eine neue Handarbeit aufgenommen hatte. Sie hat einen Pulli gefertigt: ganz lockere Maschen – fast großen Laufmaschen ähnelnd – aus schwarzem Garn. Von der Taille aufwärts besteht das Oberteil aus glänzendem Satin: sonnengelbe Grundfarbe mit chinesischen Szenen, die in gleicher Weise über den gesamten Stoff verteilt sind. Ich bewundere das ungewöhnliche Kleidungsstück. Schon bald stelle ich staunend fest, dass die das chinesische Motiv nicht einfach ein Bild ist, sondern eine aufwändige Animation dort abläuft! Hey, das ist echt toll!

Distanz

Traum vom 27. Dezember 2008 - [Februar]-  Worpswede

Erika erzählt mir, sie mache neuerdings eine Therapie.

„Das ist toll!“ sage ich begeistert.

Sie fühlt sich unverstanden und meint: „Ich habe doch die ganze Zeit Distanz zu mir bewahrt.“

Klar, diese Konfrontation mit den eigenen Gefühlen ist nun erst einmal unangenehm. Und… ich befinde mich ja in einer ähnlichen Situation - au wei…

Traum vom 27. Dezember 2008 [Februar] - Worpswede

Thema: Vervollständigung. Ein Mann reicht mir eine rechteckige Aluschale, die schon gut mit Apfelmus gefüllt ist. Ein Umlauf ist nötig, um diese vollständig zu füllen. Ich laufe den Weg, kehre bald zurück. Die Schale ist gefüllt, und zusätzlich entstand noch ein Häkelteil, das aus 48 gehäkelten Blättern besteht, die alle miteinander verbunden wurden. Die Sache mit diesem Häkelteil finde ich ganz gut, weil ich es ziemlich langweilig fand, dass es um Apfelmus geht. Der Mann ist mit dem Ergebnis zufrieden.

Die Mütterliche und ich sind mit dem Fahrrad unterwegs. Ich radele voran, biege nach rechts in einen tiefen Wald ein. Es ist heller Tag, jedoch ist das Grün der Bäume so dicht, dass es im Wald nachtdunkel ist. Dennoch liegt der Weg wie im Schein eines milden Lichtes. Der Weg ist zur Mitte hin gewölbt. Es fordert Konzentration, den Mittelweg zu fahren. Wir könnten nach links abbiegen, den Wald dort erforschen, aber soweit ich erkennen kann, wird es dort wirklich dunkel… Manchmal bringe ich das Rad voran, indem ich mit beiden Füßen gleichzeitig vom Boden abstoße. Das Licht, die Dunkelheit, die Wärme, das Besondere des Waldes… es ist so wunderbar, es könnte immer so weiter gehen… Ob wir den Weg im Dunkel bewältigen können? Doch im nächsten Moment ist das Ziel erreicht.

Die Runde ist geschafft. Ich gehe in das Häuschen des Tankwarts, um ihm die Vervollständigung des Apfelmuses anzukündigen. Der Tankwart liegt lang auf dem Fußboden und liest in einem Buch – es ist Mittagspause.

Mit fragendem Blick springt er auf: „Schon 3 Uhr?“

„Nein, 2 Minuten vor 3 Uhr. Wenn Sie möchten, komme ich in zwei Minuten wieder.“

„Nö, das muss nicht sein.“