Traum vom 31. Juli 2009
Die Griechin zeigt dem älteren rumänischen Ehepaar alle Räume der Einrichtung. Das Ehepaar weiß nun, mit welchem Aufwand eine Reise in die alte Heimat verbunden ist. An dieser Stelle gibt die Griechin einen gutgemeinten Hinweis: „Natürlich können Sie ihre Verwandten auch hierher einladen. Sie ersparen sich eine Menge Aufwand.“
Ich finde es sinnvoll, dass die Einrichtung auch während der Ferien der Nutzung frei steht.
Im nächsten Augenblick halte ich eine der, gerade ins Bewusstsein gerufenenen, landestypischen griechisch-rumänischen Wurstwaren in der Hand: Pastramischinken. Ich öffne die Packung… sehr saftig aussehende Scheiben verströmen einen aromatischen Duft. An und für sich ein appetitanregender Geruch, doch im Moment erscheint er mir so deplatziert, dass mich der Geruch sogar ein wenig anwidert.
Währenddessen weist die Griechin zu einem großen runden Tisch – Stammtisch ‘Verrückt’ – und erklärt dem Ehepaar, dass sie ihren Verwandten dort das Essen servieren könnten. Daneben steht noch ein weiteres rundes Tischchen. Dort sitzen jene, die für die gute Verpflegung der Verwandten Sorge tragen. Der etwas beleibte Rumänen-Ehemann und ein anderer Rumäne, der ihn begleitet – beides gemütliche Naturelle – nehmen am Stammtisch Platz.
Ich überlege… was den Aufwand anbelangt… so denke ich, dass dieser bei dieser vorgeschlangenen Variante keineswegs geringer ist.
Traum vom 31. Juli 2009
Nacht. Nackt. Nasse Haut. Vierfüßlerstand. Ich warte auf meinen platonischen Freund. Wir wollen für ein paar Stunden in, nicht näher benennbaren, Nassräumen verweilen – Sauna oder Schwimmbad? Auch er ist nackt, sein Körper nass. Er kommt von hinten, lehnt seinen Oberkörper leicht an meine Pobacken und Rücken und beginnt dann, meinen Körper mit ganz leichten zarten, fast schwebenden Berührungen zu befühlen. Ich spüre sehr deutlich, dass er seine Augen geschlossen hält, um sich voll auf seine haptischen Wahrnehmungen konzentrieren zu können. Voller Hingabe und Wertschätzung betastet er meinen ganzen Körper.
Sein körperliches Interesse kommt unerwartet. Bisher führten wir stundenlange, tiefschürfende Gespräche, die geistige Befriedigung verschafften. Diese Annäherung lässt, vielleicht, auch ein mögliches sexuelles Interesse in Erwägung ziehen; so überlege ich ohne Ergebnis.
Meine Aufmerksamkeit gilt nun allerdings meiner Tochter. Mein kleines Baby liegt nämlich direkt vor mir am Boden. Mein kleines Baby… so klein… fast noch wie ein Fötus anmutend… Ach jee, was für ein winziges Wesen. Vorsichtig umfasse ich mit meiner rechten, zu einer flachen Schale geformten Hand ihren Po und Rücken. So klein und zart ist mein Baby, dass ich seinem ganzen Rückgrat mit meiner Hand Schutz und Halt geben kann.
„Ach jee, Du bist ja kaum größer als ein Brathähnchen…“ sage ich, tief im Herzen berührt. Meine Güte, was für ein idiotischer Vergleich, der sich da denkt. Ein starkes Bedürfnis, dieses Baby zu schützen und umsorgen, überkommt mich.
Mein Freund berührt währenddessen meine Brüste, streift sie ganz sachte und langsam, ganz ein- und hinfühlend, mit den Fingerspitzen. Trotz dieser so zarten Berührung geraten sie in leise Schwingung, als seine Hände vorsichtig ablassen, um zu anderen Körperpartien weiterzuziehen.
Traum vom 30. Juli 2009
Im Schulungsraum steht ein kleiner Junge. Sein Kopf ist nach oben hin geöffnet. Eine flach- und breitwüchsige Nutzpflanze wuchs im Kopfinnern heran und sprengte nun die Schädeldecke, als das Gemüse reif zur Ernte war. Es schaut zwar etwas ungewöhnlich, aber doch natürlich entwickelt aus. In dem Bett aus frischen grünen Blättern – der Kopf wie ein Pflanzgefäß – liegen jede Menge goldgelbe Körner (wie Mais), die man nur noch einsammeln muss. Ein Betreuer bittet mich, mir das genauer anzusehen. Okay. Das sieht gesund und gut aus.
Etwas später steht ein anderer kleiner Junge am gleichen Platz. Welch bedauernswerten Anblick er bietet… Auch hier wächst eine Nutzpflanze im Kopf. Aber an den zerfetzten Blättern sieht man, dass da jemand nachgeholfen hat. Auch sind die Körner noch nicht reif, sondern hart und grün. Jemand hat vor der Zeit mit brutaler Gewalt den Schädel geöffnet und das Grün hervor gezogen. So nehme ich an, und ich bin deshalb ziemlich sicher, weil die Augen des Jungen blutunterlaufen sind. Um die Augen herum ist die Haut dunkelblau unterlaufen, als habe man auf seinen Kopf eingeschlagen. Die Lidränder sind blutverkrustet. Sein Blick wirkt verstört und er schielt ein wenig. Vermutlich war es der Vater, der all dies aus Unkenntnis und Ungeduld angerichtet hat. Er wusste wohl nicht, dass jedes Ding seine Zeit braucht, um zu reifen. Der Betreuer möchte, dass ich mir das mal ansehe und ihm meine Meinung dazu sage. Okay. Das sieht ziemlich übel aus!