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Traum vom 30. September 2009

Am Stadtrand; dort, wo die Stadt ganz sanft ansteigt, um in die Natur überzugehen. Ich stehe also auf einer leicht erhöhten Position und blicke in die Stadt zurück… Der Überblick ist gut. Ich genieße das Friedliche und Ruhige dieser Stunden.

Aus einem Gebäude, gegenüber der weiter unten verlaufenden Straße, tritt ein junger Mann heraus. Mit eiligen Schritten überquert er die Straße, läuft direkt auf meinen Standort zu. Er trägt eine dunkle Hose, dunkles Sakko und ein altrosa Oberhemd. Seine Haare sind dunkel, wie mit den Fingern aus dem Gesicht gekämmt. Seiner Ausstrahlung entnehme ich: ein Intellektueller, sehr sensibel, schnelle Auffassungsgabe. Ein eher jüngerer Mann – vielleicht die nächste Animusgeneration. Er wirkt etwas blass. Mit einer Ledermappe unter dem Arm stürmt er in meine Richtung. Er bekundet einer Angebeteten seine Liebe. Er spricht so laut, als stehe sie direkt vor ihm.  Es folgen weitere Sätze, die es vermutlich noch besser ausdrücken sollen. Jedes Mal ist es ihm nicht gut genug und er formuliert einen weiteren Satz. So in diese Sache versunken, bemerkt er mich noch nicht einmal. Inzwischen blickte er mich mehrfach an, während seiner Liebesbekundungen, seiner Komplimente und während seiner Versuche, seine Sehnsucht in Worte zu fassen. Er setzt sich dann etwa zwei Meter von mir entfernt auf den Vorsprung einer grauen Fassade und dichtet weiter.

Ich mag seinen Blick, der immer wieder in meine Richtung schweift, schon gar nicht mehr erwidern. Es ist sonderbar… Fast könnte der Eindruck entstehen, ich sei damit gemeint. Natürlich meint er nicht mich. Ich bin alt, er ist jung. Vielleicht schaut er zu mir, weil er in mir ein Gegenüber findet – und es so leichter ist, sich seine Angebetete vorzustellen – ohne dass es ihm bewusst wäre. Nein, ich schaue besser gar nicht mehr hin, um ihn nicht in eine peinliche Situation zu bringen. Er ist mir sympathisch. Sein Bemühen, die passenden Worte zu finden, berühren mich. Allerdings frage ich mich, warum er seiner Angebeteten nicht einfach eine Mail, Sms oder eine Nachricht über den Messenger schickt. Naja, so wie es ausschaut hat er nichts Elektronisches dabei – eher Schreibzeug und Papier, Schriftstücke.

Ich mag es, seinen Versuchen zu lauschen, die so warm und herzlich klingen. Er meint es ehrlich, das spüre sogar ich als Außenstehende. Sollte die Angebetete seine Gefühle erwidern, kann etwas wirklich Schönes entstehen.

Traum vom 29. September 2009

Ein schöner Tag Ende September.
Mehr am Rande eines ruhig daliegenden Waldgebiets ein Zusammensein mit den Herren Books, Schein und Schneck, Während Schein und Schneck hinter meinem Rücken stehen, trabt Books gerade erst an. Rechts von ihm, aus meiner Sicht, registriere ich das Vorhandensein zweiter einfacher Treppen, die hinab in den Waldgrund führen – sie scheinen ohne Bedeutung zu sein, ich schenke ihnen keine Aufmerksamkeit. Der Weg ist mit Laub bedeckt. Sonnenstrahlen durchdringen das grüne Blätterdach.

Herr Books wirkt etwas… ich weiß nicht. Sein Gesichtsausdruck ist mehr als ernst, ein wenig wie in neuem Leid erstarrt, seine Augen unter den etwas gerunzelten Brauen rund aufgerissen. Er wirkt so, als habe er an diesem Tage etwas so Schlimmes gesehen, das ihn unsäglich betroffen macht und ihn vergessen lässt, dass sein Gesicht davon gezeichnet sein könnte. Er trägt einen leicht schimmernden dunkelgrauen Anzug mit kontrastarmem, also dezent wirkendem Karomuster. Mir ist gleich klar, was dieser Anzug symbolisiert: er kommt in seiner Funktion als Kommunikationsberater.

Er trägt beim Lauf einen Fahrradhelm. Dieser Fahrradhelm liegt allerdings nicht direkt auf seinem Kopf, sondern dieser folgt ihm in gleichbleibendem Abstand von etwa zwanzig oder dreißig Zentimetern. Ein großer Fahrradhelm, wie eine geöffnete Muschel. Ja, wie eine Konzertmuschel. Die Kalotte dient der schützenden Abschirmung seines Schädels.

Jee jee! Was läuft er denn mit Fahrradhelm? Ich rufe ihm vergnügt zu: „Lassen sie ihre Gedanken frei!“

Vor lauter Betroffenheit scheint er für meine Worte völlig taub. Keine Reaktion. Schein und Schneck spüre ich im Rücken, sie beobachten wohlwollend amüsiert diese Situation. Diese Szene, wie Herr Books laufend auf uns zustrebt, wiederholt sich weitere zwei Mal. Jedes Mal trägt er allerdings einen anderen Anzug, der dann wieder auf seine gegenwärtige Funktion hinweist. Genau kann ich dies nicht erinnern, nur so viel: Es handelt sich um Funktionen aus der Welt des Coaching.

Ich kann nicht glauben, dass er nicht von diesem so großen Fahrradhelm lassen kann. Fast könnte man meinen, er bemerke ihn gar nicht. Ich rufe ihm ermunternd zu: „Die Gedanken sind frei!“

Traum vom 27. September 2009

Okay, die Entscheidung ist gefallen. Ich bin für eine innige Zusammenarbeit mit Cornelius und dem Käpt’n - so, wie es geplant ist. Ein dunkler Raum, in dem diese Entscheidung endlich fällt. Ich fühle mich wohl damit, habe keinerlei Zweifel.

Als äußeres Zeichen meiner Entscheidung und Zustimmung werde ich nun alle Spiele an Cornelius senden - mit einem der Beiden muss ich zuerst in Kontakt kommen; immer schön eines nach dem anderen. Das heißt, ich werde die ersten Schritte unternehmen, um den Einstieg in die gemeinsame Arbeit zu beginnen. Es sind mehrere Spiele, sie können nicht gleichzeitig gesendet werden, dafür wäre es zu viel. Ich beginne also mit dem ‘Tausendzüngler’ und ‘Wer bin ich?’ - das ‘Tausendzüngler-Spiel’ befindet sich in einer quadratischen Schachtel; ‘Wer bin ich?’ in einer schmalen Schachtel (Format von Memory-Kärtchen), dabei von gleicher Länge wie der ‘Tausendzüngler’. Ich stelle beide Spieleschachteln nebeneinander und fasse sie mit einem roten Einmachgummi zusammen. Anfangs überlegte ich noch, was besser ist: ‘Wer bin ich?’ am Kopf- oder Fußende oder an den Seitenteilen des ‘Tausendzünglers’ anzulegen. Stelle nun leicht verwundert fest, dass es keine Rolle spielt, denn ganz egal, wie ich es mache, das Gesamtpaket ergibt immer ein Rechteck! Echt erstaunlich. Tja, da kann man nichts machen; das ist halt die Form.

Cornelius fährt rasant und in schwungvollem Bogen mit seinem Cabrio vor. Ich reiche ihm das Spielebündel hinein. Er nimmt es entgegen. Fein, ich freue mich auf unser Zusammensein!