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Traum vom 7. Februar 2010

Mike und Moina haben bereits das Schiff betreten, als ich mit unseren Fahrrädern die Gangway erreiche. Der Anleger liegt mindestens fünf Meter tiefer als die schmale Zugangsbrücke. Als ich Mike sein Rad reiche, rutscht mir meines samt dem angehängten Schattenrad von der Gangway, landet unter auf dem Anleger und rutscht gleich darauf ins Hafenbecken. „So ein Mist!“ Alle schauen, keiner hilft mir. „Hilft mir jemand!?“ rufe ich aus, als ich das Rad sinken sehe. Nichts geschieht, ich bin sauer.

Stunden später legen wir am Zielort an. Mike und Moina sind bereits an Land gegangen. Ich reiche Mike sein Rad und da fällt mir ein… „Mist, nun habe ich mein Fahrrad dort im anderen Hafen vergessen!“ Erneut wallt Ärger in mir auf, aber das hilft ja auch nicht. “Da laufe ich mal schnell los!” In Windeseile zur Kliffküste. Ohne langsamer zu werden, laufe ich auf den Steilhang zu, stoße mich ab und segele mit ausgebreiteten Armen über das Meer, in sanften Bogen Richtung Meeresoberfläche, wie ein Vogel. Unter mir leuchtet türkis das Wasser mit seinem edelsteinglitzerndem Saum, der sanft gegen die Steilfelsen wogt. In meiner Brust wird es ganz weit vor Glück. So schön das Meer! Ach, kann ich fliegen? Ich mache einige Schwimmbewegungen in der Luft um zu kontrollieren, ob ich dadurch die Flughöhe halten kann. Jedenfalls verliere ich so nur sehr wenig an Höhe. Und selbst wenn der Flug mal vorbei wäre… dann lasse ich mich ins Meer fallen und schwimme einfach weiter, bis ich angekommen bin. Fühle mich eins mit der Natur.

Traum vom 7. Februar 2010

Als ich den Übungsraum betrete, haben sich die bereits anwesenden Frauen dazu entschlossen, heute zu joggen. Die Idee kam von der kleinen drahtigen Vorturnerin und wurde von den Frauen sofort und begeistert angenommen. Joggen also. Ziel ist eine Stelle tief im Worpsweder Wald. Es ist immer etwas Besonderes, diesen Ort aufzusuchen – denn er kann nur in Träumen betreten werden. Schon allein deswegen ist das Vorhaben verlockend. Lange her, dass ich so viele Kilometer am Stück gelaufen bin. Ob es noch dazu reicht? Ach ja, da fällt mir ein, dass ich erst kürzlich ins Laufen gekommen war. In sperriger Winterjacke und den schweren Schneestiefeln war ich durch den Schnee gelaufen, immer weiter und weiter, ohne dass mir die Puste ausgegangen wäre. Ich war ganz überrascht, dass so viel Kondition und Kraft vorhanden sind. Okay, ich bin also dabei! Mit einer weißen Trainingsjacke bekleidet, die Hände in die Jackentaschen geschoben, mache ich mich auf den Weg. Spüre in der rechten Hand den Klumpen Papier, der durch das Begrabbeln zusammengefalteter gelber Karteikarten entstanden ist. Immer wieder legt sich meine Hand um dieses, und langsam störe ich mich ein wenig daran, ohne aber etwas zu ändern.

Der Lauf beginnt und ich wähle selbstverständlich einen ganz eigenen Weg. Ich bin also allein als ich den Waldrand erreiche. Bin an der richtigen Stelle, wo ein heller, rund ausgewaschener Weg etwas holprig in die Senke des Worpsweder Waldes führt. Von hier aus ist es gar nicht mehr weit bis zum Ziel tief im Wald.

Am Ziel, in der Waldhütte. Ich sitze links neben Mike, der völlig anders als üblich ausschaut und auch von ganz anderem Wesen ist. Er wirkt extravertiert; wie ein Nerd oder angehender Professor, schlaksig und sein Gesicht wirkt durchlässig, um möglichst viele Informationen aufzunehmen, die er mit nüchterndem Gesichtsausdruck empfängt. Immer wieder streichele ich seine unbedeckten Unterarme, seine Wangen und wieder die Arme. Damit er sich stets meiner Aufmerksamkeit vergewissern kann – was ihn allerdings weder interessiert noch auffällt. Gerade als ich ihm löffelweise Rohrohrzucker in den Schoß rieseln lasse, treffen Herr und Frau Snyder ein. Frau Snyder bemerkt sofort, wie großzügig ich meinem Mann das Leben versüße. Ihre Reaktion macht mich Glauben, dass sie darüber recht erfreut ist, da sie nun vermutet, Mike und ich würden noch lange zusammen bleiben und somit auch weiterhin in ihrer Wohnung leben. Als Mike und ich später an einem anderen Tisch sitzen und Espresso serviert wird, beriesele ich Mike erneut mit dem Rohrohrzucker. Dieses Mal aber aus Berechnung, weil Frau Snyder das so wohlwollend aufgenommen hatte.

Als Snyders gegangen sind, ist die Rede davon, wie schön es war, dass Frau Snyder sich so erfreut gezeigt hatte. Daraufhin sagt eine der Frauen: „Ach, die Sache mit der Frau interessiert mich weniger. Ihr Mann hat mir so gut gefallen!“

Traum vom 7. Februar 2010

Eine alte Chinesin mit Hut. Dürres graues Haar fällt glatt bis zu den Schultern. Mit vor der Brust verschränkten Armen, mit einem sanften Lächeln im Gesicht, steht sie breitbeinig mit leicht nach außen gerichteten Füßen. Ein Strang aus Kot gleitet stetig aus ihrem Körper, ganz langsam, sich gleichmäßig windend, einem Schiffstau ähnlich. Dieses geht direkt in die Erde über. Ein bisschen könnte man denken, sie säße auf einem Pfahl.

Wurzelchakra

Traumpfad: Bin mir nicht sicher, was zuerst da war: Mein Ergebnis des Chakratests (Wurzelchakra unteraktiv) oder dieser Traum.

Eventuell die Quelle der Inspiration: Praxis Dr. Schein