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Rehbrauner Windhund im Gewächshaus

Traum vom 12. Mai 2010

Der Weg führte uns — eine undefinierbare Frau und mich — durch ein lang ausgestrecktes Gewächshaus, von der Form her einem Folientunnel ähnlich. Nach ausgiebigen Erkundungen machen wir Rast; etwa auf halber Strecke im Gewächshaus. Wir denken darüber nach, ob wir all die neu entdeckten Formulierungen, die so üppig im Gewächshaus gedeihen, mitnehmen und in unseren Sprachgebrauch übernehmen sollten. An sich keine Frage. Eine Erweiterung des Repertoires ist erfreulich und letztlich nur bei aktivem Gebrauch bereichernd. Die unbekannte Frau sitzt links von mir auf ihrem Stuhl, mir halb zugewandt, gleichzeitig mit Blick auf den vor uns liegenden Weg, und teilt wortlos ihre Gedanken mit mir. So weit, so gut.

Doch genau von dort — vom Weg der vor uns liegt — prescht immer wieder ein junger Windhund herbei, springt auf meinen Schoß – wie zum Angriff — zeigt sich dann aber tatsächlich nur ungestüm und voll überbordender Energie. Ein schönes Tier mit rehbraunem Fell, das glatt und kurz anliegt und gesund glänzt. Nur wenige Sekunden, da saust er zurück zu seinem Herrchen, der in etwa zwanzig Meter Entfernung auf einem Stuhl sitzt und zu uns herschaut. Er ruft seinen Hund nicht einmal zurück. Kaum ist der Hund bei ihm, macht er sich erneut auf den Weg zu uns Frauen, stürzt sich wieder auf mich. Ich verkrampfe mich vor Angst, bis ich letztlich erkenne: er will wirklich nur toben und spielen. Langsam entspanne ich.

Der Zusammenhang ist klar: Es geht um die mit Neuem oft einhergehende Angst. Die Furcht davor, angegriffen und schwer verletzt zu werden, weil ich etwas ausprobiere, was letztlich auch mich verändern könnte.

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