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Post aus der Kindheit

Traum vom 13. Mai 2010

Nanu? Ich hatte das Klingeln gar nicht gehört? Moina hat längst die Wohnungstür geöffnet, was erst durch die im Treppenhaus laut hallenden Trittgeräusche auf den Stufen in mein Bewusstsein dringt. Als ich in den Flur komme, sehe ich bereits jemand Uniformierten durch den Türspalt. Ich fühle mich etwas überwältigt, erkenne aber im nächsten Augenblick den Postboten aus meiner Kindheit: Schorse. Vielleicht weil wir alte Bekannte sind, betritt Schorse die Wohnung unaufgefordert. Vier Bücher trägt er vor sich her: sie schweben vor ihm, alle in luftigem Abstand zueinander. Schorse ist wie immer gut gelaunt und macht mich auf das Ausmaß seines Entgegenkommens aufmerksam: „Ich habe hier im Treppenhaus 48(!) m Höhe zurückgelegt!“ — Allerdings, das ist wirklich nicht selbstverständlich, achtundvierzig Meter Höhe zu überwinden; dazu noch in einem Rutsch, ohne Rast oder Ruh, nur um mir die Post zu bringen. Toller Service! Ehe ich mich bei Schorse bedanken kann, saust er einem Fahrstuhl ähnlich die Treppen hinab.

Vier Bücher liegen nun auf dem Wäscheschrank. Mindestens eines der Bücher ist in das blau-grüne Geschenkpapier verpackt, wie ich es von Hugendubel kenne. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, was darin enthalten sein könnte. Sehe aber einen Einband vor mir, der in Schwarz, Himmelbau und ein wenig Rot gehalten ist. Ich kann mich nicht erinnern, etwas bestellt zu haben.

Traumpfade:
Erst jetzt ist mir aufgefallen, dass das Bild mit dem Tandemhubschrauber ebenfalls Blau, Rot und Schwarz als Hauptfarben hat, so wie das Buch „Der Knacks“. 48: Meter = Jahre.  Das ist interessant und ich werde das Buch jetzt wegen noch anderer Beweggründe als ursprünglich weiterlesen.
Traum: Freudianer

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