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Der zersplitterte Hammerkopf

Traum vom 14. Mai 2010

Rick setzt mich auf dem Pieper-Vorplatz an der Lilienthaler Heerstraße ab. „Hier ist Halteverbot.“ erinnere ich ihn. — „Ach, egal.“ meint er lässig, „Geh nur, ich warte hier auf Dich!“ — Oje, das auch noch! Ist nicht wenige Meter weiter eine Polizeidienststelle? Ich steige aber aus, denn letztlich ist es seine Entscheidung. Nach nur wenigen Metern bemerke ich, dass eine nicht erkennbare Person einen Schlosserhammer fallen lässt. Der Hammerkopf fällt vom Stiel, auf den Platz meiner Kindheit, und zersplittert wie ein Stück Braunkohlebrikett. Nur das Stück mit dem Loch für den Stiel bleibt in quadratischer Form erhalten. Meine Aufmerksamkeit bleibt bei diesem Geschehen, während ich meinen Weg fortsetze – so richtig erklären kann ich mir diesen Vorfall nicht. Nur wenige Schritte vor mir läuft eine Frau, die an Eugene Faust erinnert, wenngleich mir klar ist, dass es sich um eine andere Frau handelt — es ist vermutlich die Röntgenärztin. Die Frau wirkt sehr in Sorge, vielleicht wälzt sie gedanklich schwere Probleme. Ihr Blick ist etwas abwesend und verstört. Etwa zwanzig Meter hinter mir folgt Herr Steppenhund. Auch er hat die Frau gesehen und ruft uns zu: „Schaut euch mal diese schöne Frau an!“ — In der Tat, sie ist ein attraktive und interessante Erscheinung: dunkelbraune Haare, gesund glänzende Naturwelle, braune ausdrucksstarke Augen. Ihr Gesicht ist so ernst, ein Lächeln scheint in unwirkliche Ferne gerückt. Sie geht in die Knie, sammelt die Hammerkopfsplitter ein und lässt sie sorgsam in eine am Weg liegende, halbe Joy-Eischale gleiten, um die Sache sofort zu bereinigen. Interessant, da sie in keiner Weise für diese Angelegenheit verantwortlich ist – zumindest wüsste ich davon nicht.

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