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Fließendes Sonnengold

Traum vom 15. Mai 2010

Auf einem kleinen Fest oder so etwas wie einem Verwandtentreffen. Ich suche gerade nach einem günstigen Standpunkt, um ein Foto von zwei Personen zu machen. Eine Angelegenheit, die mehr auf Wunsch von anderen Teilnehmern geschieht, weniger weil es mir ein Bedürfnis wäre. Erst beim Blick auf das Display bemerke ich die tief stehende Sonne, die alles in ein unfassbar goldenes Licht taucht – fließend wie flüssiger Sirup. Direkt vor Augen gibt es dennoch fast keine Blendung. Das ist so fantastisch, dass ich die beiden Personen weiter zum Rand rücken lasse, damit die Sonne auf das Bild kommt. War die Aufnahme der beiden Personen eh schon nicht von nennenswertem Interesse, so verkommen sie nun zu Randfiguren, denen ich kaum noch Aufmerksamkeit schenke, ohne dass es mir deutlich ins Bewusstsein dränge. Ich achte jedoch darauf, dass alles auf das Bild kommt – hm, Hoch- oder Querformat? Ich probiere unentschlossen … Während ich noch überlege, läuft mir eine Person in das Bild; direkt vor die Nase und vor die Sonne: ein verwischender Schattenriss mit goldener Korona. Ich hatte genau in diesem Augenblick den Auslöser gedrückt. Ist zwar blöd, aber das Ergebnis gefällt mir trotzdem: Das Schwarz verwischt sich mit warmem Ocker und einem wunderbarem Altrot in einer Weise, dass die Farben wie von einem hintergründigen Licht zum Leuchten gebracht sind. Trotzdem … gleich wird die Sonne untergehen und ich würde doch noch zu gerne eine Aufnahme davon machen.

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