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Urgewaltige Seekühe

Traum vom 16. Mai 2010

Niederländische Küste, vielleicht. Gut hundert Meter vom Meer entfernt. Von einem etwas erhöhtem Punkt in der Landschaft schaue ich hinüber zur Brandung. Der Blick leicht von oben, die Entfernung … ich spüre eine deutliche Distanz zum wild tobenden Meer. Das Wasser ist bis in seine tiefsten Gründe aufgewühlt, erinnert an alte düstere Gemälde mit Motiven einer großen Seeschlacht im Sturm. Violette Wassermassen, fast ohne Gischt, wüten vor allem unter der Oberfläche gegeneinander. Da! Drei Seekühe! Massige Tiere mächtigen Ausmaßes kommen vom Land: Urgewalten! Die aufgebrachte Natur setzt sich zur Wehr. Sie lässt sich nicht mehr länger gefallen, dass die Menschen nicht davor zurückscheuen, sie ihres Elements zu berauben und es missbrauchen, indem sie diese um derKultur willen bändigen. Mit einem wütenden Aufschrei, der sich mit dem Getöse des aufgepeitschten Wassers vermischt, stürzt sich eine der Seekühe auf ein Fischerboot, dass nahe dem Strand ankert. Mit einem Flossenhieb wirft es das Boot um, so als sei es nicht mehr als ein Stückchen treibendes Holz auf dem Wasser. Eine solch wütende Zerstörung … wer weiß, wohin das noch führt? Wie sollte man diese Kräfte zurückhalten? Die Sache erschüttert mich, bei aller Distanz, zutiefst.

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Eine Antwort zu Urgewaltige Seekühe

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