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Im Waschhäuschen

20. Mai 2010

Beim Einschlafen, in hypnagogischem Zustand, fand ich mich im Dunkel am Haus der Großeltern Blick in Richtung Waschhäuschen. Von mir ging ein geschwungener Lichtstrahl dort hinüber, wie von einer Taschenlampe. Da kam mir die Idee, einen Traum zur Waschküche zu inkubieren und stellte mir vor, wie ich später im Traum den Lichtstrahl als Brücke nutzen würde, um in das Waschhäuschen zu gelangen.

Traum: Ich stehe im Waschhäuschen, vielleicht zwei Schritt weit drinnen. Der Ort liegt in völliger Stille, wie seit langem unberührt. Links von mir, vor der Wand, steht eine niedrige, sehr einfache Holzbank. An dieser schließt sich ein alter Kleiderschrank ein. Auf der Bank liegt, wie von meinem Großvater nach dem Ausziehen dahingeworfen, ein einteiliger Regenschutzanzug – ähnlich einem ABC-Schutzanzug. Er ist sehr weit geschnitten, aus steifem, gummiertem Textil in einer Farbe, die an Reifengummi denken lässt. Unheimlich anmutend die weit ausladende Kapuze. Vielleicht ist eine Kopfschutzhaube eingearbeitet, denn ein Teil der Kapuze wölbt sich ähnlich einem Feuerwehrhelm. Der Regenanzug liegt da, wie die abgelegte Haut einer Schlange. Das starre Gewebe hält die Form und gaukelt fast so etwas wie innewohnende Körperlichkeit vor, die bis vor kurzen noch lebendig. Gleichzeitig kommt mir dieser Schutzanzug wie falsch an diesem Ort vor, so als sei ein Puzzleteil in die falsche Schachtel geraten.

Traumpfad: Der alte Regenmantel

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