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Kekse aus flammendem Backsteinofen

Traum vom 14.02.2004 – 7:55 h:

Als eine der Letzten betrete ich einen gefüllten Hörsaal. Dieser Hörsaal ist einem gediegenen Opernsaal sehr ähnlich. Ich schließe die hohe, alte Holztür hinter mir und bleibe dort am Eingang stehen. Der Saal ist voller älterer Herrschaften, die 65 Jahre und älter sind. Sie alle sind dem besonderen Anlass gemäß gekleidet – die Damen in zurückhaltender Abendgarderobe und die Herren in dunklen Anzügen. Die Stimmung wird von verhaltener Vorfreude und Neugier auf das Kommende getragen. Ich arbeite als Kellnerin in diesem Gebäude. Da ich noch nicht Feierabend habe – aber bald!! – trage ich noch mein schwarzes Servierschürzchen und den schwarzen Rock dazu. Ich finde es gut, dass Schwarz und Schwarz keinen Kontrast ergibt. Der Rest meiner Kleidung ist allerdings bereits auf Freizeit eingerichtet. Und ich spiele mit dem Gedanken, auch meine Schürze abzulegen und Feierabend zu machen. Dann könnte ich mich vielleicht unter die Herrschaften hier mischen. Aber na, das geht ja eigentlich nicht. So bleibe ich erst einmal hier an der Tür stehen. Neben mir stehen noch zwei weitere Leutchen, die in etwa meinem Alter sind. Auch sie beobachten erst einmal das Geschehen.

Ein alter Professor – gepflegt, sehr schlank, attraktiv, glatte graue kurze Haare – in schlichtem schwarzem Anzug und einfachem weißem Baumwolloberhemd betritt nun den Saal. Er wird gleich den Vortrag halten. In der Brusttasche seiner Anzugjacke sehe ich ein Monokel stecken. Der Professor ist gerade zwischen den Menschen im Saal verschwunden, da sehe ich einen Hund und ein Katze hier am Rande des Saales; offenbar handelt es sich bei ihnen um ein Pärchen. Der Hund – der nicht viel größer als die Katze ist – steckt gerade seine Schwanzspitze in das gerillte, durchsichtige Kunststoffröhrchen, das ein Körperteil der Katze ist. Da ich hindurch sehen kann, kann ich auch sehen, dass der Hund ganz zärtlich mit der Schwanzspitze in dem Katzenröhrchen herumpinselt. Die Katze schaut mit fast geschlossenen Augen ganz verzückt und glücklich. Der Hund ist auch sehr freudig dabei. Ein Teil der Zuhörer ist nun auch darauf aufmerksam geworden und hat sich umgedreht um auch zu schauen, was der Hund und die Katze machen. Einige lachen frei heraus; freuen sich über das natürliche und hemmungslose Treiben der Tiere. Ich sehe, dass auch die Katze in einer ähnlichen Weise wie der Hund aktiv ist. Das zeigt mir, dass die Symbiose gegenseitig ist. Und mir fällt mit einem Male etwas ein, was ich sofort laut verkünde: „Hey, das ist eine Symbiose!!“
Es gibt ein paar Lacher aus den Reihen und ich überlege für mich, dass eine Symbiose doch eigentlich etwas ziemlich Bedenkliches ist. Da ruft mir die Stimme eines psychologischen Fachmannes aus dem Hörsaal etwas zu: „Eine Symbiose muss gar nicht etwas Schlechtes sein! Es muss nicht unbedingt bedenklich sein.“ Der Unterton ist so, dass ich spüre, dass ich vielleicht etwas vorschnell oder einseitig geurteilt habe. Hmmm…

'Backsteinofen' von TraumzeitIch betrete nun den Hörsaal; inzwischen habe ich beschlossen, mir jetzt freizunehmen und mich mehr den Gästen im Hörsaal zu nähern. Weiter drinnen im Hörsaal treffe ich auf ein junges Paar. Es sind Hänsel und Gretel, die inzwischen erwachsen (zwischen 20 und 23 Jahre alt) geworden sind. Und natürlich haben sie Kekse gebacken – Orangen-Hafer-Kekse von der Bohlsener Mühle. Sie bieten mir zwei dieser Kekse an. Die Kekse sind rechteckig und zeigen ein Motiv, das mich an eine Mühle erinnert. In der Mitte der Kekse ist ein Loch. Diese Kekse wurden draußen in dem großen Backsteinofen gebacken, als er in lodernden Flammen stand! Ich habe den Backsteinofen vor Augen, wie er von Flammen umgeben ist. Und deshalb sind es besondere Kekse, denn es war der Backofen selbst, der in Flammen stand. Ich spüre anwachsende Lebendigkeit in mir und ich finde das total interessant, was ich hier erlebe.

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