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Mail auf Rezept

Traum vom 22. Mai 2010

Oh, eine Mail von jemandem. Ich öffne diese … ein nachtblaues Päckchen mit Alloverdruck in Goldgelb – Webzeichen wie: @ www. :-( http:// .com .de :-)
Das Päckchen ist gefüllt mit Zetteln, Schreib-, Näh- und Werkzeugteilen. Oben drauf drei Zettel. Zuerst jener mit handgeschriebenem Mailtext:
„Mein Name ist nun ‘Krenzel’ (oder ‘Krentzel’?). Der Vorname bleibt.“
Aha!? Der Zettel ist leicht wellig, so als sei er von Regen durchweicht und dann getrocknet.Ich drehe ihn um. Aha, der Text ist auf die Rückseite eines alten ärztlichen Rezepts geschrieben. So sind auch Adresse und Geburtsdatum aufgedruckt. Verstehe, er schickte die Nachricht absichtlich auf Rezept, um gleich einen Beweis dafür zu liefern, dass dies sein Name ist. Naja, das wäre nicht nötig gewesen, da ich es eh geglaubt habe, aber es berührt mich nun doch. Unter diesem Rezept liegt noch ein weiterer Zettel, unter dem wiederum eine retrorosarote Postsache liegt. Ich könnte darin weiterkramen, wage aber nicht tiefer einzudringen. Das ginge zu sehr ins Persönliche.

Traumpfad: Jugend. Kein Gesicht, kein Zusammenhang, kein Ereignis in Erinnerung, und doch das sichere Gefühl, es müsse mindestens eine eindrückliche Erinnerung geben. Das verregnete Rezept steht tatsächlich an ein nachtblaues Päckchen gelehnt und muss dringend gegen das Medikament eingetauscht werden. Die retrorosarote Postsache erinnert an die Kindheit und an riesige Kartons voller Wolle, Knöpfen und alten Zeitungen, und an den Geruch von Mottenkugeln.

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