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Kringelkuchen aus Stralsund

Traumscherben vom 28. Mai 2010

… wild durcheinander. In Worte gefasst erfahren diese einen Zusammenhang oder Zusammenhalt, den es so gewiss nicht gegeben hat.

Bedingen … ich werde darauf hingewiesen, dass das ‘be’ lautlos ist und deshalb gelöscht oder anderweitig getilgt werden sollte. Es heißt ganz einfach ‘dingen’. Genau so solle ich es mit den meisten der anderen Vorsilben handhaben. Das ist eine nebensächliche Angelegenheit, sondern als wichtige Aufgabe zu sehen.

Der nette junge Typ, er gehört zur Familie der bayrischen Gastgeber, mit dem etwas auffälligen Aussehen hatte mit mir geplaudert, schelmisch gegrinst und dann zugesagt, in wenigen Stunden mit mir zum Meer zu gehen. Doch nun kam ein Kumpel und entführt ihn sozusagen. Der nette Typ geht hinaus, mit einem alten Piratenhandtuch über dem Arm, macht sich mit dem Kumpel auf den Weg, wirft dann aber doch einen Blick zurück zu mir. Ich stehe im Matrosenhäuschen und schaue durch das winzige gebogte Fenster zu ihm. Sein Blick ist voller Vorfreude, aber dabei doch auch meinen Gesichtsausdruck prüfend, so als wolle er sich vergewissern, dass es mir nichts ausmacht, dass er mit seinem Kumpel geht. Doch ich kann die Enttäuschung und Traurigkeit kaum verbergen, denn mir wird ja gerade erst klar, dass wir nun doch nicht gemeinsam schwimmen gehen werden.

Der Rest der Gastgeberfamilie wird morgen, am Samstag also, nach Stralsund fahren, um dort Kringelkuchen zu backen. Das ist ein sich jährlich wiederholendes, traditionelles Ereignis, das in aller Feierlichkeit und Stille begangen wird. Für Sonntag ist ein weiterer Besuch in Stralsund geplant — das ist gleich einem Kirchgang an einem religiösen Feiertag — und man wird dann den übrig gebliebenen Kringelkuchen mit nach Hause bringen, so dass auch ich noch etwas davon haben kann.

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Eine Antwort zu Kringelkuchen aus Stralsund

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