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Maigrüner Pullunder und Schnauzbart

Traum vom 7. Juni 2010

Das Licht ist so golden, dass es die Szenerie nur mäßig erhellt. Mit merklich vorgebeugtem Oberkörper stürze ich durch das güldene Zwielicht. Ein Paar kommt mir entgegen. Vor dem Hintergrund der tiefstehenden Sonne ist selbst ihr Schattenriss nur undeutlich zu erkennen. Einzig an den Stimmen und Bewegungen lässt sich erahnen, dass es ein junges Paar ist. Als wir uns begegnen, sagen sie zueinander: „Wenn sie uns doch ansehen würde!“ — Schon sind sie vorbei, ich drehe mich zu ihnen um und rufe ihnen frohgelaunt zu: „Selbst wenn ich euch ansähe, so könnte ich euch nicht erkennen — die Sonne blendet so. Ihr habt sie im Rücken!“ — Da drehen sie sich zu mir um. Nun, da sie an mir vorbei sind, schauen sie der Sonne entgegen und ich kann ihre Gesichter erkennen. Das Licht ist aber von so sirupartigem Gold, dass es ein Licht wie von Kerzen wirft. Doch ich sehe nun mit Sicherheit, was ich vorhin bereits vermutete: der junge Mann trägt einen maigrünen Sommerpulli — dieser spannt sich locker vor einer sichtlich starken Männerbrust — und trägt Schnauzbart. Mit stillem Vergnügen schaue ich auf das so glückliche Brautpaar — sie werden diese Tage heiraten. Unglaublich fast der Oberlippenbart … ich wusste gar nicht, dass es heute noch Menschen gibt, die so etwas im Gesicht haben. „Jetzt sehe ich euch auch!!“ rufe ich ihnen zu. Glücklich. Alles ist gut.

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