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Schildkröte

Nachtrag zum Traum von gestern:

»Die Schiltkrotten«, sagt der alte Geßner, »sind gantz wunderbare, auch scheutzliche thier anzüschouwen, ligend in einem harten geheüß, so hardt verschlossen, daß sich an jrem leyb gantz nichts erzeigt dann der kopff, vnnd ausserste füß oder bein, doch also daß sy auch die selbigen in das harte vnnd dicke schalen oder hauß ziehen vnnd verbergen mögend, welches so dick ist, daß auch ein geladner wagen, so er daräber fart, die selbigen nit zerbrächen mag, jr kopff vnnd füß so sy härauß streckend sind gantz schüppächt wie ein Schlangen oder Nateren vnnd jrer dreyerley geschlächt. Etliche wonend allein im erdterich, etliche in süssen wasseren, etliche in dem weyten Meer.«
[Kriechthiere: Erste Reihe: Schildechsen (Cataphracta). Brehms Tierleben. Kolorierte Originalausgabe, S. 12324 (vgl. Brehm-TL Bd. 7, S. 23)]

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