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Schwarzmalerei

Traum vom 12. Juni 2010

Vor mir, in Höhe des Schambereichs, liegt eine große blassgelbe Linoleumplatte. Eines der fast fertig bearbeiteten Kunstwerke. Das helle Gelb ist dick mit Druckerschwärze gestaltet (Grunge). Schwarze Streifen, kreuz und quer, und einige Bereiche mit schwarzer Dots-Textur überlagert. Teils liegt die Druckerschwärze wie eine Schicht schmieriger Kohlestaub auf. Diesen gelten auch meine letzten Arbeitsschritte. Das muss noch ausgeglichen und geglättet werden. So wische ich, ganz leicht, mit einem Stück Tuch über diese Stellen, um die vorhandene Schwärze zu verteilen. Zwar achte ich darauf, das alles Gestaltete sichtbar erhalten bleibt, aber es gelingt nicht. Die Fläche schwärzt sich mehr und mehr ein. Gleichzeitig steht Cleo bei mir und erzählt betroffen — dabei um Sachlichkeit bemüht –dass Ralph das ganze Projekt gecancelt habe. Sie hatten in den letzten Monaten gemeinsam an einer Musikproduktion gearbeitet und die ersten Auftritte waren bereits geplant. Cleo hatte sich so sehr darauf gefreut, das Erschaffene in die Welt tragen und teilen zu können. Doch plötzlich meinte Ralph, ihre Produktion sei nicht gut genug. Das alles ist ja auch deshalb eine heftige Sache, weil Ralph und Cleo seit ihrer Jugend miteinander befreundet sind. In Cleo bricht alles zusammen. Es bleibt nichts außer Verzweiflung. Und das Bild unter meinen Händen ist kaum noch zu erkennen, so viel Schwarz habe ich darüber gemalt, dass die ursprüngliche Aussage darunter verschwunden ist.

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