Home » Traumtagebuch » Nacktlauf

Nacktlauf

Traum vom 16. Juni 2010

Golden gleißendes Licht – als Moment die sandige Oberfläche des Mondes.

Ich renne, mit der großen Alutrittleiter unterm rechten Arm, vom Haus der Älteren fort. Am oberen Bügel der Leiter mittig ein leuchtender Scheinwerfer; wie ein Grubenlicht, das ich, wie die Spitze eines Speeres nach vorne richte. Ich renne? Mit einer solch sperrigen Leiter? Ist das nicht ein bisschen übertrieben, ein solches Tempo vorzulegen? Wie lange will ich das durchhalten? Bis zur nächsten Ecke vielleicht, um dann, von anderen unbemerkt, im Schritttempo weiterzumachen? Und: es geht über Stock und Stein, durch Senken und über natürlich Aufgeworfenes. Doch ich renne, renne und renne – ausdauernder als vermutet.

Im Freien, in der Weite, kann ich mich am Ende nicht halten. Wir, meine Schwester und ich, sitzen im Auto – einem Auto, das man sich als vorhanden denken muss, denn es gibt es nicht wirklich. Wir sind nackt. Ich muss meine Schwester stetig vorantreiben; voran, immer voran. Dann zu viel Schwung am Abhang. Ein Abhang, der ja gar keiner ist, mit seinen paar Zentimetern, doch das realisiere ich nicht. Ich halte sie fest, an ihren klamm-kühlen Gliedern, so bleich, und warte auf zu Hilfe eilende Kräfte. Doch dann, mit einem Nachgeben wieder und wieder, Stück um Stück, gelingt uns dieser Abschnitt doch noch aus eigener Kraft.

Mitten im Wald das Pfadfinderhäuschen. Wir in dieser engen Bude, wie ein einfach gezimmertes Toilettenhäuschen mit Herzerl-Tür. Hier sammeln sich die Läufer.

Tags: