Home » Traumtagebuch » Scoap the Peanut

Scoap the Peanut

Traum vom 16. Juni 2010

Der alte Deutschlehrer zeigt sich freundlich und zugänglich, während der Unterrichtsstunden, für die sich nur hoch motivierte Erwachsene angemeldet haben. Entsprechend groß sind auch Arbeitsernst und -eifer. Am heutigen Tag haben wir ein kreativ gestaltetes Themenheft bearbeitet. Die Inhalte sind abwechslungsreich und ansprechend illustriert. Während der Stunden habe ich mich also wiederholt mit dem darin enthaltenen Text in englischer Sprache befasst. Deshalb freue ich mich auch, einen Teil des Textes nun laut vorlesen zu dürfen. Warum ich damit auf der letzten Seite beginne … hm, keine Ahnung. Aber ist es nicht auch wichtig, die Namen der Autoren zu nennen? Eben! Das geht unerwartet holprig. Okay aber, denn das ging in der noch abebbenden Unruhe wohl unter. Jetzt aber endlich zum eigentlichen Text. Gleich beim ersten Wort eine Hürde, an der ich strauchele: Scoap. Hmmmm … ‘scoap’ kenne ich nicht. Das will ich mir aber nicht anmerken lassen und scanne aus dem linken Augenwinkel, während ich langsam weiter vorlese, die Seite und entdecke tatsächlich am unteren linken Rand vier Vokabeln. Darunter auch ‘to scoap = schälen’
Na klar! Scoap the peanut – schäl die Erdnuss. Passt doch! Ich lese weiter, in Manier eines Erstklässlers, und hoffe, bald meinen eigenen Schwung gefunden zu haben. Doch stolpere beim Lesen wie über meine eigenen Beine. Noch hat es niemand bemerkt.

Im Verbindungskorridor entdecke ich ein schwarz-weißes, ganz winziges Kätzchen. Es ist seit einiger Zeit schon unbeweglich. Eine Frau nimmt es zum Betrachten in die Hände. Das Kätzchen entgleitet ihr und fällt zum Fuße des Stehtischs. Jemand sagt fast beiläufig: „Heb es einfach wieder auf.“ — Na, und dann ist alles wieder gut, oder was? Das ist es nicht, denn die Katze hat jetzt einen ganz gewaltigen Knacks weg, kann ohne Stütze nicht mal mehr im Sitzen verharren. Kann sein, sie wird in den nächsten Stunden an den inneren Verletzungen sterben. Die Frau setzt das winzige Kätzchen derart auf den Tisch, dass es an einem Gegenstand Halt findet. So sieht den Schaden nicht gleich ein jeder, der hier vorbei kommt. Ist ja ‘ne peinliche Angelegenheit.

Tags: