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Adler von Triumph

Traum vom 19. Juni 2010

Im an sich seit langem verlassen liegenden Großelternhaus. Vom Wohnbereich kommend, durchquere ich die große Deele, die diese Tage zu einem nächtlichen Verkaufsraum ausstaffiert wurde. An der zu Straße gerichteten Innenwand und an der Giebelseite, vor dem großen Tor, sind Tische nebeneinander gereiht, auf denen die Angebote ausgebreitet liegen. Die Seitentür steht offen, kühle Nachtluft fächelt still herein. An der langen Wand zum Garten hin befindet sich das Rohrleitungssystem für Wasser und Heizung. Oben, von der Decke kommend, registriere ich das gleichmäßige Stampfen des Antriebes – wie im Maschinenraum eines Schiffes. Greifarme mit Ständerfüßen – einst weiß lackiert, nun von hellem Gilb überzogen – heben und senken sich rhythmisch über unseren Köpfen. Ja, eigentlich sollte hier alles ruhig sein, doch da sind zwei Frauen eingetreten. Alte Verwandte von mir – so lässt sich auch gar nichts gegen ihr Eintreten einwenden. Eine von ihnen ist meine Tante, die Engelmacherin; wie eine Frau meines Alters aus heutiger Zeit. Sie ist es auch, die mit Nachdruck ein angebrochenes Päckchen Wrigley`s Doublemint auf den Tresen legt und fordert: „Adler!!“
Adler? Aha, ich glaube zu verstehen: ‘Adler’ von ‘Triumph’?! Das ist wohl eine Nähmaschine (damit meine ich eine Schreibmaschine – im Traum ohne Belang, denn es ist wohl ähnliches). Theoretisch könnte ich vielleicht damit dienen, aber … die dunkle Nachtluft weht herein und die Frauen müssten doch spüren, dass hier zu diesen Stunden kein Betrieb ist?! Aber nein, im Gegenteil, nun geht die frühere Tante auch noch zum Rohrsystem und dreht die Zuleitungen auf und setzt dadurch das ganze System unter den Druck des Wassers – was am Tage natürlich erwünscht wäre – und die Maschine läuft zu Hochtouren auf. Das Stampfen wird lauter und kräftiger – wir nehmen Fahrt auf. Adler!! Und das mitten in der Nacht …

Traumpfad: Adler in der Warteschleife

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