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Zertrampeln

Traum vom 21. Juni 2010

Das Gelände weist einen festen Untergrund auf. Wind und Wasser haben ein wellenartiges Relief im festen Sand hinterlassen. Ich will darüber hinweg gehen, ohne es zu berühren. Möchte es mit meinen Fußabdrücken weder zerstören noch in Unordnung bringen. So hebe ich mein Bein zu einem langen Schritt. Doch genau in diesem Augenblick legt sich eine braune Kruste auf die erhabenen Linien, zeichnet diese rau nach, legt sich wie ein goldbraunes Ornament darüber. Gerade diese Kruste lässt es in meinen Augen noch einmal kostbarer als zuvor erscheinen, so dass es unbedingt unberührt bleiben sollte. Doch genau von dieser Kruste geht eine starke Kraft aus, die mich – gegen jedes Wünschen und Wollen – unüberlegt und mit voller Wut und Wucht mit der Ferse hineinstampfen lässt. Dabei muss ich mir zusehen, ohne es auch nur ansatzweise verhindern zu können! Das ist weit schlimmer, als seine Spur zu hinterlassen – das ist ein zerstörerisches in Grund und Boden stampfen. Es ist ernüchternd, nichts dagegen tun zu können, wenn diese Energien sich verselbständigen.

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