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Nackt und bleich

Traum vom 7. Juli 2010

Die wasserstoffblonde Kursleiterin sitzt völlig nackt auf einem kleine Podest. Im Schneidersitz zwischen aufgewühlten hellen Laken. In ihren Händen hält sie einige Dokumente. Sie liest vor, erklärt Inhalte des Seminars und die Vorgehensweisen. Sie ist nicht mehr so ganz jung, ihre Haut hat sichtlich von der jugendlichen Spannkraft eingebüßt. Dem Gewebe darunter fehlt die junge Festigkeit. Vielleicht hängt es auch damit zusammen und ist nicht nur auf ihre ungünstige Pose zurückzuführen, dass sich drei Rollen Speck am Bauch bilden, die sie wohl dicker erscheinen lassen, als sie tatsächlich ist. Doch das ist eh völlig egal, wie sie aussieht. Sie arbeitet hier ja nicht als Modell. Ihre Nacktheit ist keine Notwendigkeit. Sie müsste sich nicht nackt zeigen. Aber, so erklärt sie sachlich und ernst, sie fühle sich nur nackt wohl, könne nackt am besten arbeiten. Deshalb kleide sie sich gar nicht erst an. Ungeniertes Hinstarren verbietet sich von selbst, ist aber auch gar nicht nötig. Ihre so farblose Erscheinung bietet nur wenig, an dem das Auge verweilen müsste. Es möchte vielleicht, aber muss nicht. Die ganze Situation ist völlig natürlich für alle Anwesenden … und damit fast skurril in ihrer Selbstverständlichkeit.

Traumpfad:

Only the Lonely
Katy Grannan

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