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In Wärme verloren

Traum vom 11. Juli 2010

Kornelius und der Käpt’n sind tatsächlich meiner Einladung gefolgt und sitzen nun an einem langen Tisch mit einigen Träumerinnen und mir. Ja, wir haben uns lange nicht gesehen. Sie haben sich verändert; vielleicht nehme ich sie auch nur anders wahr. Jedenfalls steht etwas Fremde zwischen uns. Kornelius antwortet mit großem Vergnügen auf eine an ihn gerichtete Frage. Er lacht ausgelassen und ungewohnt offen. Das erstaunt mich so sehr, dass ich mit einem Male im Schneidersitz auf einem seiner Schenkel sitze, mein Gesicht nah an seinem und ihn mit unverhohlener Neugier beobachte, so als wolle ich jede kleinste Regung in seinem Gesicht ergründen. Gleichzeitig lege ich meine flache Hand auf seine Bauchdecke, um seinem Vergnügen nachzuspüren. Na, er ist noch dünner geworden – dabei war er eh schon dünn. Seine Bauchdecke wirkt gestählt; keine Frage, er macht regelmäßig etwas dafür. Seine neue Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit entlocken mir ein überraschtes Lächeln.

Dann sitze ich wieder auf meinem Platz, Kornelius und dem Käpt’n gegenüber. Ich blicke unter den Tisch, um die Fußbekleidung zu betrachten. Oh, der Käpt’n trägt ausgesprochen schicke Sling-Pumps aus türkisem Leder! Diese leuchtende Farbe steht in einem attraktiven Kontrast zu seiner dunkelbraunen, samtweichen Haut. Sehr schön das dezente Flechtwerk einiger Lederstreifen zwischen Zehenansatz und Spann, so dass die dunkle Haut in interessantem Wechsel mit dem Türkis steht. Der Absatz etwa sieben Zentimeter hoch, aus hellem Holzimitat, an der rückwärtigen Seite leicht abgeschrägt. Diese Schuhe täten mir für mich auch sehr gefallen. Dann die Frau neben ihm … trägt auch so hübsche Sommerschuhe. Ich blicke über den Tisch, um zu sehen, zu welchem Gesicht die Schuhe gehören. Na sowas! Ach nee, die Füße in den türkisen Pumps gehören ja gar nicht zum Käpt’n! Neben ihm sitzt eine sehr attraktive Schwarze mit lustigen schwarz glänzenden Kringellocken. Sie ist sehr gut gelaunt – möglich, dass sie ein Baby im Arm hält. Wirklich sehr schön, so denke ich, sehr schläfrig und von der Hitze völlig träge geworden. Inzwischen bin ich auf meinem Stuhl zusammengesunken und nehme wahr, dass ich den längst ausgemusterten schlabbrigen Baumwollpulli trage. Obwohl ich darin sehr ungünstig aussehe, hindert es mich nicht daran, noch schnell Kontakt mit dem Käpt’n aufzunehmen, ehe ich ganz einschlafe. Fast schon kraftlos schiebe ich die Hand über den Tisch. Der Käpt’n ergreift meine Hand ganz selbstverständlich und spielt dann gedankenverloren mit meinen Fingern, die ich daraufhin etwas scheu in den Pulloverärmel ziehe, was ihn nicht weiter abhält. Oje, diese Wärme, diese Trägheit … vor meinen Augen schwindet alles. Kornelius und der Käpt’n entziehen sich mir. Nur mit Mühe brummele ich noch eine ton- und gedankenlose Antwort an die Tischnachbarin rechts. Oh, es verliert sich in Wärme und Schlaf … Sicherlich bin ich bald ganz allein …

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