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Ignaz’ Nummer

Traum vom 16. Juni 2010

Runners Point. Das Hotel bietet einen leicht zugänglichen öffentlichen Bereich eigens für Läufer an. Durch den Hintereingang — der sich direkt zu dem weiten Waldstück öffnet, in dem es sich herrlich trainieren lässt – gelangt man so direkt zum Umkleidebereich mit Spinden. Ich bin zum ersten Mal hier, muss mich erst mal orientieren, gehe langsamen Schrittes. Im Profil meiner Laufschuhe sitzen dicke Krusten getrockneten Schlamms, weshalb ich zögere, sie hier auszuziehen und auf einen eigens dafür vorgesehenen Hockern zu stellen. Jemand stellte dort eine mit frischem Tee gefüllte Tasse aus englischem Porzellan ab. Ich befürchte, mein Dreck könnte in die goldbraune Flüssigkeit rieseln. Phyllis bewegt sich hier in aller Selbstverständlichkeit. Das ist schon daran zu erkennen, dass ihr Tetra-Pack Vollmilch aus der Frühstückspause hier ganz natürlich Platz findet. Klar, sie verbringt ja fast jeden Vormittag an diesem Ort. Auf der Milchpackung bemerke ich Notizen mit Kugelschreiber. Phyllis notierte die Telefonnummer von einem Mann namens Ignaz – er ist so etwas wie ANH. Eine Nummer, die mit der Zahlenfolge „017“ beginnt. Ich weiß nicht, was mich veranlasste, aber ich nehme kurze Zeit später erneut die Milchtüte zur Hand, drehe sie um 90° und stelle verwundert fest, dass sich dort eine fast identische Notiz befindet: wieder Ignaz und die gleiche Nummer. Am verblüffendsten ist, dass Phyllis offenbar nicht bemerkte, dass sie diese Notiz wiederholte, so als sei sie im Glauben, es seien die Kontaktdaten eines anderen Mannes mit dem sie eine weitere Verabredung trifft. Hmh.

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