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Allerweltsbeine

Traum vom 26. Juli 2010

Ein zufälliger Seitenblick zu mir – meine Taille im Blickfeld. Wahnsinn! Ich hatte mich für viel dicker gehalten. Die schwarze Hose – aus weich fallendem, edlen Stoff – ist so weit, dass sie auf der Hüfte von einer Kordel gehalten werden muss. Sie ist heruntergerutscht; ein breiter Streifen meines Großmutterschlüpfers – aus kräftiger, weicher Baumwolle – schaut oberhalb hervor. Der Bauch ist frei, total flach; eine extrem schlanke Taille. Die Hosenbeine stauchen sich in ihrer Länge, wirken etwas chaplinesk. Aber dass ich derart schmal bin… unfassbar.

Eine unbekannte Bekannte trifft ein, legt einen Arm um mir, zieht mich zu sich heran und meint besorgt: „Deine Taille ist aber dünn!“ — „Ja“ antworte ich „das habe ich auch gerade erkannt.“ — „Das ist doch ganz hübsch“ stellt die Bekannte fest. Nach einigem Nachdenken gibt sie laut zu bedenken: „Marianne? Kann es sein, dass Deine Figur nicht herausragend ist? Vielleicht interessiert sich niemand für Dich, weil Du keinen Hingucker zu bieten hast?“ — Hmmm… so habe ich das noch gar nicht betrachtet… Meine Gliedmaßen drehen sich nun langsam, und wie von meinem Körper losgelöst, vor mir herum. Beine mit heller Haut, die Muskeln leicht angespannt und somit sichtlich geformte Waden und Oberschenkel. Ebenso die Arme: Sehnen, Muskeln… Formen. Hmm ja, sie könnte wirklich recht haben. Ich habe einfach nur so Allerweltsbeine und -arme. Das wäre echt eine Erklärung. Naja, ich habe mein Leben lang nicht drunter gelitten, weil ich nie auf diese Idee gekommen war. Also sind meine Gliedmaßen auch jetzt okay, so wie sie sind. Alles ist okay, solange ich nicht drunter leide.

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