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Shampoonierte Schulterkugeln

Traum vom 23. Juli 2010

In mich gekehrt, zur Ruhe gekommen, fasse ich mit beiden Händen gefühlvoll zu und beginne mit sanftem Kreisen das pflegende Shampoo auf den Kopf der Frau, die vor mir auf einem Stuhl sitzt, einzumassieren. Schon bald bildet sich ein feinporiger Schaum, während ich die Haarstruktur unter meinen Fingerspitzen fühle und den Eindruck habe, dass gerade diese Struktur, die sich angenehm anfühlt, die feine Schaumbildung begünstigt. — Mist! Was tue ich nur?! Statt das Shampoo, so wie angenommen, auf den Kopf aufzutragen, massiere ich es in die Schulterkugeln der Frau. Die Frau ist mir bekannt, ohne dass ich das benennen wollte. Der goldbraune Stoff ihrer hübschen Spitzenbluse lässt tatsächlich genau die richtige Reibung entstehen. Oh, mein Gott, was habe ich getan? Wie konnte das passieren? Warum habe ich das nicht bemerkt? Ich entschuldige mich mehrfach bei der Frau – bin völlig von der Rolle.

Später erzähle ich davon einer ehemaligen Kollegin von mir. Ich bin so erschüttert, dass Tränen aufsteigen, die noch in der Kehle zu Staub zerfallen und meine Stimme brüchig werden lassen. Doch das Bemerkenswerteste an dieser ganzen Angelegenheit kann ich mit Mühe doch noch in Worte fassen: „Das war Frau Dölow!!“ — Unfassbar, dass Frau Dölow überhaupt in meine Nähe geraten war; und dann noch dieser Irrtum! Wirklich unglaublich.

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