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Mein geduldiger Esel

Traum vom 30. Juli 2010

Eigentlich war da doch ein anderer Traum in Erinnerung. Es ging um einen sympathischen Mann, der meint, mich küssen und in die Arme schließen zu müssen. Doch eröffnet sich keine weitere Traumerinnerung, zumal sich beharrlich ein anderes Traumbild viel klarer davordrängt. Ein wartender Esel, von dem ich nicht einmal weiß, ob ich ihn wirklich geträumt oder ob ich ihn einfach nur im Halbschlaf fantasiert habe.

Der Esel trägt schöne Satteltaschen aus handgewebtem und schlicht besticktem Leinenstoff. In einer dieser Taschen stecken zehn großformatige Blätter aus handgeschöpften Pflanzenfaserpapier mit weich ausgefransten Rändern. Auf allen sind Zeichnungen – vage erinnern sie an wissenschaftliche Studien wie von Leonardo da Vinci – die zusammen eine vollständige Reihe ergeben. Die Vollständigkeit ist von großer Bedeutung, ist sie doch ein Hinweis darauf, dass ein Projekt zu Ende gebracht wurde, was wiederum sehr erfreulich ist. Nun soll jeweils eine dieser Zeichnungen zum Bearbeiten herausgezogen werden – die Bearbeitung ist der nächste Schritt. Nun aus diesen zehn eine erste Zeichnung auswählen zu wollen… die damit einhergehende Unentschlossenheit zerfleddert meine innere Ruhe.

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