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Durchhänger

Worpswede – Traum vom 7. August 2010

Meinem Empfinden nach blendete ich einen Teil äußeren Geschehens voller Absicht aus, um mich abzugrenzen und auf mich zu besinnen. Jedenfalls ist mein Blickfeld eingeschränkt, fokussiert auf meine nächsten Schritte. Es ist ein Abwarten noch. Am Rande einer der Hexenwaldwiese ähnlichen, steht ein großes Trampolin mit blauem Sprungtuch. Ich steige hinauf. Zwar auch, damit mir hinterher niemand vorwirft, ich hätte es doch probieren können und warum ich das nicht getan hätte. Da ich aber leidenschaftlich gerne auf dem Trampolin springe, nutze ich natürlich diese Gelegenheit. Was mich zögern ließ, waren wohl ein paar Jugendliche, die neben dem Trampolin stehen. Da ich die aus dem verengten Blickwinkel nun eh nicht richtig erkennen kann, halten sie mich auch nicht weiter ab. Ein erster Sprung auf dem sichtlich alten Tuch. Es gibt einen nachhaltigen, langsamen Schwung, der relativ weit in nur schwammig absehbare Richtung führt. Das Sprungtuch ist ausgeleiert und damit zu nachgiebig für gewohntes Springen. Spaß macht es aber trotzdem. Ziemlich in der Mitte eine Dreiangel im Tuch, in die ich mit einem Fuß hineindrücke. Das Tuch gibt noch mehr nach, hängt noch mehr durch; fast berührt man den Untergrund. Wie sonderbar weit und in welch abwegige Richtung es trägt…

Der große Garten der Vergangenheit. Nach langer Zeit eine unvorhergesehene Begehung. Ein Drittel wird als Nutzgarten verwendet. Die übrigen beiden Flächen dienen als Grünfläche und liegen leicht erhaben. Es federt leicht und angenehm unter den Füßen, als ich sie überquere. Ich werde den Nutzgarten verlegen! Die Grünflächen werden nach längerer Nichtnutzung sicherlich sehr nährstoffreich sein. Wer weiß, vielleicht gibt es üppigen Wuchs und eine gute Ernte. Vorfreude. Schaffensdrang.

Ich suche einen Platz im Freibad. Im Schatten der vielen Bäume, in der Kühle eines abweisenden Tages und dem Trübsinn einer tief hängenden Wolkendecke suche ich einen Liegeplatz direkt am Beckenrand. Ein klammes Gefühl an meinen nackten Beinen. Ich lehne mein Rad an den Rand eines Hochbeetes, direkt hinter dem Schwimmbecken. Das Schwimmbecken ist ein fast zugewachsener, schmaler Graben – was mir als völlig selbstverständlich erscheint. Einen Platz gefunden, Handtuch und Tasche abgelegt, mache ich mich auf den Weg zur nahen Straße. Es gibt einen offenen Durchgang im Maschendraht. Mein Fahrrad steht mitten drin. Sollte die Aufsicht mich hier sehen, so könnte diese annehmen, ich habe mich heimlich und ohne zu bezahlen auf das Gelände geschlichen. Ein Mann, offenbar ein Bekannter, wartet auf dem angrenzenden Fußweg auf mich um meinen Platz einzunehmen. Er sieht nun, dass mein Rad dort steht. Ich informiere ihn darüber, dass ich jetzt gehen werde.

[Platzhalter: altes Bild von Trampolinspringerei.]

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