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Julian Wolfs Haus

Zeil am Main - Traum vom 9. August 2010

Mit Moina an der linken Hand gehe ich im Zwielicht eines frühen Morgens eine entlegene Dorfstraße entlang. Rechts, etwas abseits der Straße, ein kleines Holzhäuschen unter alten Bäumen, mit einem kleinen Eingang in der Mitte. Darüber ein Windfang mit Giebel. Rechts und links davon je ein Sprossenfenster mit offenen Fensterläden aus grün gestrichenem Holz. Ein Frau verlässt das Haus, tritt zu uns. Im gleichen Augenblick erinnere ich mich, unangenehm berührt, dass ich hier eigentlich regelmäßig mittwochs putzen sollte. Jedenfalls hatte ich mich vor Jahren dazu bereit erklärt. Irgendwie war das vor vielen Monaten in Vergessenheit geraten. Peinlich, ich bin einfach nicht mehr hingegangen, ohne ein Wort zu sagen. Ungeachtet meiner kaum entschuldbaren Nachlässigkeit reicht mir die Frau sechs 10-Euro-Scheine. Das ist das Geld für die Reinigung im Voraus. Sie geht selbstverständlich davon aus, dass ich nur gekommen bin, um das zu erledigen. Freundlich und in aufgeregter Vorfreude kündigt sie ein schönes Ereignis an: „Julian kommt!!“ – Julian? Das klingt ja, als handele es sich um Julian Wolf? Der NLP Master-Trainer? Klar, der Mann, für den ich putzte, heißt wohl Julian. Aber das wird ja nicht Julian Wolf sein? Leicht irritiert überlege ich, dass es eine zufällige Namensgleichheit ist, die mich auf einen falschen Gedankenpfad bringt. Und dennoch fühlt es sich eindeutig so an, als meine sie Julian Wolf. Wie auch immer… Julian kehrt also mal wieder heim. Nach vielen Jahren. Das an sich schöne Ereignis berührt mich unangenehm, weil ich so in die Lage komme, mein Ausbleiben erklären zu müssen. Kann ich aber nicht. Das schlechte Gewissen lastet schwer.

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