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Bernadette

Traum vom 22. August 2010

In einem alten Krankenhaus. Am Anfang eines breiten Korridors; nahe dem Zimmer der Stationsschwestern. Moina wird hier einige Tage bleiben und untersucht werden. Gerade wird sie wegen des Essens gefragt. Ob sie Zitronenlutscher mag. In der Annahme, sie würde diese mögen, hat man bereits welche besorgt. Doch Moina teilt mit, sie mag nur Colalutscher. An der Wand bemerke ich eine alte Schultafel. Dort stehen zwei Namen. Der untere Name ist Moinas und darunter ist notiert: Zwiebel
Vermutlich das Stichwort für ihre Vorlieben beim Essen. Bald kehre ich zurück, mit einem Colalutscher in der Hand. Doch inzwischen haben auch die Schwestern einen besorgt und es ist mir peinlich, dass ich das gleichfalls tat, so als könne ich es nicht abwarten. Verunsichert stecke ich ihn in den Mund, ein Stück bricht ab und – oje, ich will ihn doch verbergen. Ziehe ihn rasch aus dem Mund und bringe ihn hinter meinen Rücken. Aus einer gegenüber liegenden Tür tritt eine resolute, ziemlich männlich wirkende Krankenschwester. Ich frage sie, ob man beim Essen auswählen darf. „Nur Dauerpatienten“ antwortet sie. — „Wann ist man ein Dauerpatient?“ — „Oooh, bei jahrelangem Aufenthalt! Und vor allem, wenn man viel Geld mitbringt!“ — Ich fasse zusammen: „Verstehe! Viel Geld macht einen zum Dauerpatienten.“ — „Stimmt!“ bestätigt die Schwester. — „Okay, dann will ich lieber kein Dauerpatient sein, lieber stelle ich meine Bedürfnisse zurück.“ Moina sitzt inzwischen am Computer. Hinter ihr stehen einige Schwestern und schauen ihr dabei zu, wie sie sich einen Überblick zum Essensplan verschafft. So lässt sich das alles ohne viel Aufwand zusammenstellen. Ein Blick zur Tafel zeigt, dass auch dort die Angaben bereits korrigiert wurden. Denn unter Moinas Namen steht nun: Bernadette – vermutlich der Name ihrer persönlichen Betreuerin. Na, das ist doch eine beruhigende Entwicklung.

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