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Bonanza

Traum vom 27. August 2010

Wir haben schon einen guten Teil des Weges zurückgelegt – Mike, Moina und ich – radeln durch weites fremdes Land, als wir Sabine begegnen, die hier alles zu Fuß erforscht. Vor allem Mike nimmt sich Zeit, einige Dinge mit ihr zu besprechen, während ich es nicht länger abwarten kann, den Weg fortzusetzen. Durch diese unerwartete Begegnung habe ich den Weg allerdings aus den Augen verloren. Einerseits sehe ich gar keinen Weg. Andererseits: wenn ich mich umschaue, tun sich wie aus dem Nichts eine Reihe von Wegen auf. Wenn ich nur wüsste, welcher weiterführt?! Da, der Weg nach rechts, erscheint mir interessant, ich folge ihm mit den Augen, so gut es geht und mein Blick strandet in der Ferne am Waldrand, wo ich die Planen einiger Pferdeanhänger zu sehen meine. Ich vermute Pferdestallungen dort hinten. Das muss dann einer der Wege sein, die weiterbringen – ansonsten gäbe es hier rein nichts. Ich biege ein, von Moina gefolgt. Auf dem Rad stehend – es fährt sich wie ein Bonanzarad – geht es durch Kuhlen und Mulden des staubtrockenen Weges. Rechts eine Reihe von nach hier offenen Pferdeställen. Braune, blonde und dunkle Pferde schauen heraus! „Yiiiha!!!“ rufe ich aus, schwenke einen Arm ausgeleichend, so als reite ich ein wildes Pferd. Begrüße die Umgebung mit einem lauten „Howdy!!“ und fühle mich total gut dabei. Selbst als ich einige Sekunden später feststelle, dass die Pferde gar nicht echt sind, sondern nur ausgestopfte Tiere, von den Veranstaltern hier postiert, um eine stimmungsvolle Atmosphäre zu schaffen, kann das meine Freude nicht bremsen. Na gut, es verändert die Sichtweise – es ist eben nicht soo ursprünglich, wie ich bis eben annahm. Aber trotzdem: Ich bin in Western-Stimmung – „Yiiha!! Howdy!!!“ Ein wirklich interessanter Weg liegt vor uns. Zum Teil ist alles so glatt gespült und anschließend hart getrocknet, dass ich nicht unterscheiden kann, ob es ein so geformter sandiger Untergrund ist, oder ob es sich um bleiche, riesige Schulterknochen von kräftigen Pferden handelt, über die ich mehrfach hinweg fahre. „Yiiiha!“ Was bin ich gespannt, was der Weg noch mit sich bringt! Leider ist immer noch nicht zu erkennen, ob der gegenwärtige Weg an ein brauchbares Ziel führt. Klar, vielleicht so etwas wie die Ponderosa am Waldrand… nur, falls das alles nur Staffage ist… können wir mit diesem Etappenziel nur wenig anfangen. Aber naja. „Howdy! Yiiieha!!“

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