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TRAUMMOSAIK

Träume vom 28. August 2010

Die hockende Gelbe
Ich fülle die schwarzen Tuschezeichnungen mit goldgelber Farbe.Vor allem das Bild der Hockenden fülle ich immer wieder als Neues. Es gefällt mir so gut, zu sehen, wie beim Anmalen das Bild an Leuchtkraft gewinnt, so als sei es hinter Glas, das von hinten beleuchtet wird.

Kurze Mitteilung
Rainer huscht, wie von einem Wind getragen, von rechts nach links durch das Bild. Ein Schemen mit weichen Konturen. Ungreifbar und ernst. Er wirft mir einen Blick zu, teilt rasch mit: „Ich melde mich im Laufe des Tages bei Dir.“ Schon ist er entschwunden. Das heißt, er schreibt mir heute? Dann will ich mir diesen Traum gut merken, damit ich das verifizieren kann.

Die Kleine taucht ab
Ich habe einen Verdacht, gehe dem nach, reiße die Tür zum Bad auf… Tatsächlich, die kleine Patty liegt mir ihrer schwangeren Mutter in der Badewanne. Patty taucht ab, taucht gar nicht wieder auf. Es dauert mir etwas zu lang. Selbst wenn sie zu klein ist, um tauchen zu können, sollte es da nicht einen Reflex geben? Wahrscheinlich nicht. Die Mutter schenkt dem keine Beachtung. In Panik ziehe ich das Kind aus dem Wasser und sage zur Mutter, sie müsse darauf achten, dass die Kleine nicht abtaucht. Schon auch deswegen, weil das Badewasser einen Zusatz von Malven- oder Granatapfelduschgel enthalte. An die schädliche Wirkung auf die Lungenbläschen mag ich gar nicht denken. Doch nur wenige Sekunden später ist die Kleine wieder abgetaucht, ohne dass die Mutter darauf reagieren würde. Ja, Sakrament nochmal!

Koch und dunkler Kopfschatten
Der flinke Koch – ich sah ihn seit Jahrzehnten nicht – nimmt mich an die Hand, wir steigen die Treppe hinauf. Seine Hand hält meine mit festem und doch sanftem Griff. Ich spüre seine Haut, die Kraft der Finger, die Knochen und die Sehnen… was für eine schöne Hand. Eine warme Hand. Ich bin versucht, an seinem Daumen zu reiben, diesen zu massieren, halte mich aber doch zurück, was sich unangenehm anfühlt, auch wenn ich finde, dass es wirklich zu aufdringlich wäre. Die Hälfte der Treppe erklommen, wenden wir uns auf dem Treppenabsatz der oberen Hälfte zu. Dabei bemerke ich den Schatten von Amys Oberkopf an der Wand. Ein bemerkenswert dunkler Schatten, dunkler als ein Schatten hier eigentlich sein kann. Klar, dem soll ich nicht ausweichen. Ich versuche also, diesen mit einem Gegenstand oder einem Ereignis zu treffen, was mir nicht gelingt.

Altmütterleins Tonbrötchen
Das alte Mütterlein werkelte seit Stunden an dem langen Tapeziertisch unter freiem Himmel. Sie stellte eine Reihe unterschiedlicher Schnitten her. Quadratische Scheiben – meist kleiner als die Handfläche, nur wenige größer als diese – die sie aus Ton formt und mit Tonfiguren (ähnlich jenen auf dem Bild unten) belegt. Ich nehme möglichst viele von diesen Ton-Brotscheiben gefächert zwischen die Finger, damit der Belag seine Form behält. Ich werde sie ins Haus tragen, unter Dach und Fach bringen, so wie es auch das Mütterlein anstrebt.

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