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Bauen

Traum vom 11. September 2010

Im kleinen Nebenzimmer und dem angrenzenden Gang sitzen einige junge Mütter auf dem Fußboden und vertreiben sich die Wartezeit mit dem Spielen mit Duplo-Legosteinen. Ihre Babys sind während dieser Vormittagsstunden in professioneller Betreuung, die die Entwicklung fördern soll. Einige Frauen füllen winzige Näpfchen mit einer formbaren Masse, legen ein anschmiegsames Silikonläppchen darüber, plätten es mit winzigen Bügeleisen, um die Masse in ihrer endgültigen Form zu fixieren. Auch ich habe, völlig in Gedanken versunken, den Vormittag mit Spielereien verbracht, ohne dass ich das bemerkt hätte. Unter anderem beschäftigte mich das Generieren künstlicher Landschaften. Inzwischen habe ich mich mit dem Generieren von Wasserflächen vertraut gemacht, aber ich stehe nun vor folgendem Problem. Ich möchte in den Sitz eines Sessel, der inmitten der Wohnlandschaft steht, zwei kleine runde Seen einarbeiten. Nun gibt man aber einen bestimmten Wasserstand an, der sich – so vermute ich – auf die Grundfläche bezieht. Wenn ich nur wüsste, wie sich das für höher liegende Ebenen berechnen lässt; ja, ob das überhaupt möglich ist. Meine stundenlange Spielerei wird mir erst jetzt bewusst, als ich aufstehe, um die angrenzende Toilette aufzusuchen. Beim Öffnen der Tür befürchte ich einen Moment, das Türblatt könne sich mit den umher liegenden Legosteinen – zur Hälfte schwarze und zur anderen Hälfte Steine in Rot, Gelb, Grün und Blau – verkeilen und blockieren. Doch die Tür gleitet ungehindert darüber hinweg. Während ich über die Schwelle in das Dunkel des Waschraumes trete, kommt eine freundliche Durchsage: „Bitte zum Mittagessen kommen!“ — Ob ich auch hingehen sollte? Und: was für ein Blödsinn, die Vormittagsstunden mit unfruchtbarer Spielerei zu verdaddeln.

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