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Befreiung der Traumkraft

Traum vom 13. September 2010

Tolle Veränderung in Worpswede! Dort, am Parkplatz ‘Verrückt’, wo sonst der Bioladen zu finden war, ist nun eine Buchhandlung eingezogen. Axel G. Führt den Laden voller Schwung. Fast möchte ich ihn beneiden – Bücher! Inmitten all der Bücher würde ich auch gerne arbeiten! Er nimmt zwei Stufen auf einmal, als er zurück in die Buchhandlung, zurück an seinen Platz im sechseckigen Rondell springt. Alles geht leicht, alles gut im Griff.

Ich bin gekommen, um mein Fahrrad, das hier in Reparatur war, endlich wieder abzuholen. Das müsste inzwischen fertig sein. Eigentlich hatte ich erwartet, Axel würde mir das Fahrrad bringen, doch er kümmert sich um einen anderen Kunden und ich muss das Rad selbst raushieven. Meine selbstverständlichen Erwartungen unerfüllt zu sehen und diese unbequeme Sache selbst erledigen zu müssen, lässt heiße Wut aufsteigen. Ich packe das Rad und werfe es geradezu über die unzähligen Bücherstapel hinweg in den Verkaufsraum. Es landet lotrecht auf den Reifen, hüpft vergnügt auf der Stelle, so dass genug Zeit für mich bleibt, selbst über die Bücher hinwegzuspringen und das Rad zu greifen, ehe es umfallen kann. Gut, und schlecht – gut, denn nichts ist schöner, als ein fahrbereites Rad; schlecht, denn es wäre wenigstens entlastend gewesen, etwas zerstört zu haben. Naja…

***

Moina zeigt auf mein rechtes Knie, denn dort sind kleine Pickelchen zu erkennen. Sie ziehen sich bis zum Schienbein. Ich schlage die Decke beiseite und schaue hin: Stimmt! Im Zimmer meiner Kindheit. Links neben mir liegt Mike und schaut interessiert zu dem Ausschlag. Da sehe ich… Ach herjee, wie sieht mein linkes Knie denn aus? Ich muss vorhin auf das nackte Knie gestürzt sein. Der Dreck hat sich tief in die Haut geschürft. Sogar eine grüne Moosschicht darüber! Na klar, jetzt erinnere ich mich: das hatte ich schon bemerkt, aber zwischendurch wieder vergessen. So kann ich nicht ins Bett gehen. Ich springe aus dem Bett. Na, da werde ich kräftig schrubben müssen.

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