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Die erste Ohrenproduktion

Traum vom 17. September 2010

Am Römerberg. Mich beschäftigt eine aktuell gewordene Frage: Müssen tatsächlich alle Ohren durch das Regenwasser in der blauen Tonne gezogen werden? Im Wasser viele erdige, feinfaserige Schwebeteilchen. Ein ganzer Haufen frisch produzierter menschlicher Ohren wartet auf Weiterbehandlung. Klar, es ist schon wichtig, die Ohren zu reinigen – es bleiben ja doch immer Spuren von der Produktion zurück; und sei es Staub. So spüle ich Ohr um Ohr, ziehe sie durch das bräunliche Regenwasser. Wie wunderbar auch: es ist die allererste Serie dieser Ohren. Eine gelungene Produktion. Vielleicht… wer weiß… in Zukunft werden wir noch viel viel mehr herstellen. Ich mag das. All diese schönen frischen Ohren.

Ich wende mich zum Arkadengang nahe dem Römerberg, durchlaufe diesen und treffe am allerersten Bogen auf einen etwa achtjährigen Jungen mit dunklen Haaren. Er trägt einen dunkelblauen, ziemlich altmodischen Trainingsanzug. Etwa scheu und mit sehr ernstem Blick schaut er auf, als er mich bemerkt. Bietet mir sofort und ganz selbstverständlich an: „Soll ich Dich begleiten?“ — Wie nett, aber: „Vielen Dank, es ist jedoch nicht nötig“ antworte ich mit dankbarem Lächeln. Weder will ich den Jungen belasten noch ihm seine Zeit stehlen. Doch er ist längst aufgestanden und sagt: „Aber das ist doch selbstverständlich. Du sollst nicht alleine gehen.“ — Wir streben also zusammen auf die neu erstellten Ohren am Römerberg zu.

Traumpfad: Gestern ein Ohrenbild gezeichnet: Resonanz!

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