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Einüblichung

Traum vom 18. September 2010

Die hauchfein geschnittene, sehr mürbe Scheibe Fischfilet liegt auf einem Stück Frischhaltefolie, die etwas Halt geben soll; ansonsten zerfiele es wohl unter meinen Fingern. Ich drapiere das Fischfilet auf einem Essteller, ziehe ein wenig daran, hinüber zu einer pürierten Gemüsemasse, damit es dort ein wenig überlappt. Die silbern schimmernde Fischhaut gleicht einer ruhigen Meeresoberfläche im Mondenschein. Ich ziehe noch ein Stückchen und… oh, mir stockt der Atem. Welch ein Wunder`Mit einem Male halte ich ein Meer in meinen Händen, wie es sich langsam an Land wiegt. Noch ein Stückchen gezogen, ergibt sich ein völlig natürlicher Übergang zum Land. Und ich überlege, ob man das Fischfiletmeer über den Tellerrand hängen lassen darf oder nicht. Es ist perfekt: eine richtige Meerlandschaft in der Dämmerung, und ich stehe direkt in dieser Natur. Ich richte, wie unter einem Himmels-Zelt direkt über meinem Kopf, noch zwei runde Näpfchen mit Nichtfarben – Grau und Weiß – auf dem Teller; direkt zwischen Meer und Land. Dips für den Fisch; gleichzeitig eine Ermunterung, mit dem Gestalten fortzufahren.
Ich erfahre kurz vor dem Aufwachen, dass dieser Traum den Titel „Einüblichung“ trägt.

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