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Feuerflieger über Sigmund Freud

Traum vom 19. September 2010

Erst als ich noch einmal zu diesem kniffeligen Autobahnkreuz zurückkehre, erkenne ich: das ist hier der Wahnwitz! Ich laufe dem Verkehr zu Fuß entgegen, sehe die schreckgeweiteten Augen der Fahrer, als sie, eine plötzliche Spitzkehre nehmend, erkennen: die Fahrbahn ist feucht, die Geschwindigkeit zu hoch… die meisten fangen sich dann doch nach mehr oder weniger starkem Schlingern. Doch jetzt, so ein historischer Amischlitten… auwei, er schlägt gegen die Leitplanken, verliert einen Reifen… Na, die Fahrt ist wohl zu Ende.

Eine riesige Asphaltfläche, meist mit gelben Markierungen versehen, die die weißen kreuzen. Da blickt man kaum noch durch. Eigentlich hatte ich diese Strecke zurückgehen wollen, zum Ausgangspunkt; überlege es mir aber anders und verlasse das Gebiet in Richtung Sigmund-Freud-Straße. Auf halber Strecke, zwischen Erdhügel und dem Türken, werden meine Schritte langsamer. Links das Autobahngelände, über das sich eine Projektion legt: ein Fluss, der – von Würzburg kommend – in einer Filmschleife hinab zur Sigmund-Freud fließt. Es hat etwas Traumhaftes, Unwirkliches… Ich blicke zum Himmel. Etwa zwanzig Meter weiter, also in Düsseldorf, ist gerade ein Passagierflugzeug gestartet. Eine Radiodurchsage in meinem Körper: es gibt Probleme, das Flugzeug steht in Flammen. Es ist so nahe, ich kann all die Rettungskräfte sehen, die auf dem Flieger, auf den Flügeln hocken, um mit fachmännischen Griffen zu retten, was zu retten ist. Oje! Die vordere Flugzeughälfte bricht… Flammen lodern heraus. Oh mein Gott! Das Teil stürzt Richtung Fahrbahn. Nur die rückwärtige Hälfte kann noch auf Höhe bleiben. Schock. In den nächsten Sekunden wird die Maschine auf die Straße knallen. Ziemlich nah… las ich nicht kürzlich davon, dass die Druckwellen von Explosionen zu schwersten inneren Verletzungen führen können? Ich stocke… Das ist ja alles schrecklich.

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