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Weißes Bett in schwarzer Nacht

Traum vom 19. September 2010

Mitten in der Nacht. Ein kleiner Hügel in weiter Landschaft. Ganz oben, auf dem höchsten Rund, eine kleine Haltestelle. Der Zug ist abgefahren, ich mache mich auf den Weg nach Haus. Unten, gute hundert Meter vom Saum des Hügels entfernt, steht mein Häuschen – ganz allein in der Wiesenlandschaft. Jetzt, im Dunkel, sieht man nur das hell erleuchtete Fenster. Ja, mein kleines Häuschen hat ein Fenster; ein sehr großes Fenster. Mich erstaunt, dass man von hier aus ein Bild an der Wand erkennen kann: eine quadratische Leinwand, bedeckt mit schwarzen Zeichnungen. Dass man von einem öffentlichen Ort solche Einblicke hat… nein, auf die Idee wäre ich nicht gekommen. Wie beflügelt – es ist so schön, nach Hause zu kommen – laufe ich über das Gras und bin schnell im Häuschen angekommen. Stelle mich mit dem Rücken vor meine Zeichnung, entspannt und blicke aus dem großen Fenster hinaus. Ja, ich habe längst die silbrig bedampften Alu-Jalousien heruntergelassen. Eine Katze springt – husch husch! Und auf den einzelnen Lamellen der Jalousien spiegelt sich das glutrote Licht der untergehenden Sonne hinter meinem Rücken. Die Lamellen leuchten wie im Feuerschein! Drei Jalousien… die ganz links lässt sich nicht ganz dicht stellen. Dort kann man immer noch Einblicke gewinnen. Ach naja… Und dort draußen, vor dem Haus, steht mein Bett mit der weißen Bettwäsche. Die Kühle der Nacht, ganz klamm ist alles und so duftet es nach Wäsche. Bis hinein ins Haus. Diese Nacht werde ich nicht in meinem Bett schlafen. Nein, ich schlafe immer nur im Bett, wenn ich draußen schlafe. Heute Nacht aber werde ich nicht draußen sein, weil ich nicht schlafen brauche. Ja, das ist schön.

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