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Endlich ohne Arbeitsmoral

Traum vom 22. September 2010

Vor einigen Tagen hatte ich mich dazu entschlossen, aus der WG auszuziehen. Vielleicht deshalb, vielleicht aus anderen Gründen ist eine Unordnung in allen Räumen entstanden: überall liegen Kleidungsstücke herum. Vor allem längst abgelegte. Ich fühle mich vollkommen überfordert. Die Mitbewohner räumen auch. In der Küche wurde alles frisch gepflastert. Ich wundere mich: inmitten der Küche gab es immer einen Abfluss, der etwas tiefer als die übrige Bodenfläche lag. Nun wurde dort ein neuer Kanaldeckel aufgebracht, der sogar leicht erhöht liegt. Mir würde das nicht gefallen; das ist ja eine Stolperfalle. Gerade beim Kochen achtet man nicht auf so etwas. Aber naja, ist egal, ich ziehe ja eh aus. Es ist schon Abend, als ich in ein eher abgelegenes Zimmer trete, um mich für die Nacht umzuziehen. Mike schläft längst. Ich trage mein Sommernachthemd: orange mit lila Miniaturmuster, Spaghettiträger. Vor allem weil es unbequem ist, überlege ich, den BH auszuziehen. In der Nacht brauche ich ihn eigentlich nicht. So ein überflüssiges Ding, so groß und schwarz, so sperrig. Es ist kühl und ich will mein Nachthemd nicht ausziehen. Ich könnte es hochheben, den BH öffnen und ihn rauswurschteln. Naja, eigentlich ist es üblich, den BH zu tragen. Aber wenn es mir doch zu viel ist?! Als ich ihn ausziehe, wird eine klare und entschiedene Stimme in mir laut – man könnte meinen, es spräche jemand direkt neben mir: „Ja! So ist es richtig! Endlich ohne Gedrängel und ohne Arbeitsmoral!!“ Recht hat sie! Befreiung!

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