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Follower-Generator

Traum vom 30. September 2010

Ein Mann sucht mich auf. Ein Vertreter, groß und robust, mit weichem Herz. Ohne Umschweife stellt er sein Anliegen dar: Er labert was von Bruttosozialprodukt, und verspricht, ich könne mit seiner Hilfe in nur wenigen Tagen eine vierstellige Zahl an Follower generieren. Kaum versprochen, gewährt er Einblick in seine Arbeit: Er würgt die Follower hervor, wie Katzen das Gewöll. Stück um Stück schiebt seine dunkelblaue, längst hart geschwollene Zunge diese hervor. In schneller Folge, so dass es kein Wunder ist, dass seine Zunge längst wie erdrosselt wirkt. Doch er macht weiter, mit Hilfe seiner Zungenspitze gebiert er lauter Kotzbrocken, wie frischer Kot in heißem Saft. Scheiß Follower, das interessiert mich nicht. Schon gar nicht, wenn manipuliert wird. So ein Quatsch! Nüchtern erkläre ich: „Das Bruttosozialprodukt interessiert mich nicht! Lassen Sie das sein. Mich interessieren Ihre Beweggründe! Warum tun Sie das? Warum kommen Sie ausgerechnet zu mir? Was hat Sie hergeführt?“ — Erfahrungsgemäß gibt es darauf keine schnelle Antwort, und natürlich gibt sich der Follower-Vertreter noch nicht geschlagen. Er gebiert weiterhin viele Kotbrocken / Follower, schiebt sie ganz vorsichtig und sanft zwischen seine Lippen heraus und lässt sie vorsichtig in ein Schälchen rutschen. Das ist doch krank! Allein an der verhärteten Zunge sieht man doch, wohin solche Obsessionen führen. Ich sende ein klares Signal: NEIN!

Später draußen. Eine größere Familienfeier in kleinem Kreis. Kaum habe ich auf einem dieser luftig augestellten Bänke Platz genommen, da taucht auch der Vertreter wieder auf. Man sollte ihn einfach ignorieren. Da ich seine Beweggründe noch nicht erforschen konnte, bleibt mein Interesse an ihm jedoch noch lebendig, was mich milde und gesprächig stimmt. So erläutere ich ihm oberflächlich die Verwandtschaftsverhältnisse der Anwesenden.

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2 Antworten zu Follower-Generator

  1. Iiiii, da bleibe ich lieber bei meinen zweihundert Followern. Die stinken wenigstens nicht.

  2. Aber echt!