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Himmlischer Pinsel

Traum vom 2. Oktober 2010

Am Römerberg – zwischen Schirn und Dom. Hans und ich fanden vor Stunden hier zusammen und sind seitdem damit beschäftigt, unsere Wirklichkeiten sichtbar zu machen. Wir hocken am Boden und gestalten. Über das Schöpfen des nach Ausdruck drängenden gerät alles um uns her in Vergessenheit.

Es sind wohl Stunden vergangen, als eine wunderbare Erschöpfung eintritt: alles hat seinen Weg der Verwirklichung finden können – für diesen Augenblick jedenfalls – und Zufriedenheit und innerer Frieden fassen Raum. Mit einem Male schwenkt ein hoher Kram herum und lässt – aus heiter blauem Himmel kommend – einen riesigen Aquarellpinsel mit echten Marderhaaren zu uns herab. Nur die vordere Hälfte mit den Borsten ist komplett manifestiert, die andere Hälfte verliert sich, was den Eindruck noch verstärkt, ein himmlisches Geschenk zu erhalten. Sofort verstehe ich die Bedeutung: etwas Höheres zeigt sich mit unserem Tun einverstanden und gibt uns dieses Geschenk als symbolischen Ausdruck jener Wirkkraft, die weit über die handwerkliche Benutzung eines Pinsels hinaus geht. Das eigentliche, wesentliche Handwerkszeug liegt in uns. Wir müssen es nur annehmen.

Traumpfad: Aktuelle Ausstellung in der Schirn: Weltenwandler – Die Kunst der Outsider

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