Home » Traumtagebuch » Grenzverletzung

Grenzverletzung

Traum vom 9. Oktober 2010

Langsam wird die Zeit knapp, der Zug fährt gleich ab. Hier, vom verborgenen Zugang aus, kann man die Bahnsteige nicht sehen. Man sieht nur ein weißes Nichts, dem durch Mobilbauwänden Grenzen gesetzt ist. Dieser Bereich ist kaum jemandem bekannt, so dass sich dieser Bereich gut dafür anbietet, sich seiner Kleider zu entledigen, um noch schnell eine Dusche zu nehmen. Herr Mundt, ein sehr ordentlicher Mann, legt nach der Dusche seinen feuchten Waschhandschuh auf seinen Kleidungstücken ab. So kann ein jeder, den es interessiert, eine Geruchsprobe davon nehmen. Ein feuchter Waschhandschuh ist ja einer frisch geöffneten Kaffeemehlgoldtüte gleichzusetzen. Aromatischer, köstlicher Duft.

Kurz darauf komme ich frisch geduscht zurück und lege meinen Waschhandschuh auf meinen Stapel mit der abgelegten Wäsche; also direkt neben Herrn Mundts Lappen. Ich überlege… soll ich unsere Waschlappen nebeneinander legen? Oder vielleicht etwas Abstand dazwischen lassen? Ich könnte sie aber einander leicht überlagern lassen. Keine leichte Entscheidung.

Bald darauf kehrt Herr Mundt zurück, um sich von einer Sache zu überzeugen, von der ich nichts weiß. Als er meinen Lappen neben seinem bemerkt, ist er damit überhaupt nicht einverstanden. Doch der Zug fährt bald ab. Zeit zum Einsteigen – für uns beide.

Tags: