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Verschleierung

Traum vom 13. Oktober 2010

Meine iranische Namensvetterin steht bereits mit ihrer Tochter im kleinen Raum, den ich in Begleitung meiner Tochter nun ebenfalls betrete. Durch breite Spalten seitlich und von unten des Türblattes fällt ungewöhnlich viel Licht herein. Ich zog die Tür mit einer Selbstverständlichkeit zu und finde uns alle in einer Haltung des Abwartens wieder, so als haben wir hier eine Fahrstuhlkabine betreten. Vermutlich sind wir auch in dem Glauben und bemerken nicht, dass wir hier ewig stehen könnten, ohne dass sich etwas bewegt. Die Iranerin hat ihren Schleier beiseite genommen. Auch sie weiß von der iranischen Frau, die draußen vor dem Raum steht. Doch sie weiß noch nicht, dass diese Iranerin Frauen ablehnt, die unverschleiert sind. „Sie lehnt unverschleierte Frauen ab“ sage ich ziemlich beunruhigt, mildere meine Sorge aber sogleich: „Du hast ja einen Schleier, den du vor dein Gesicht legen kannst!“ Ich wusste es, hielt es bisher aber nicht für wichtig: „Sie selbst ist immer verschleiert, weil sie alles andere ablehnt!“

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