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Durchschaubares Experiment

Traum vom 17. Oktober 2010

Vor einigen Minuten übernahm Amy die Weiterführung eines Experiments. Von einigen ernst dreinblickenden Frauen umringt, sitzt sie, mit Laborkittel bekleidet, auf einem Hocker vor einem großen Glaskasten, der einem Brutkasten ähnelt. Ich hatte in den Stunden zuvor die Grundlage geschaffen und einige Gefäße unterschiedlicher Form, jedoch alle aus ganz leichtem dünnen Glas, darin aufgetürmt. Wann immer möglich, stellte ich die Gefäße auf den Kopf; also mit der Öffnung nach unten, damit sich ein möglichst geschlossenes durchsichtiges Gebilde ergab. Der Aufbau braucht Fingerspitzengefühl – erinnert an Mikado rückwärts gespielt, so viel Vorsicht benötigt es. Amy setzt die Arbeit vorsichtig und klug fort. Ganz zum Schluss stelle ich noch ein Teelicht im Glasschälchen unter ein Teeglas. Wir warten kurz ab, ob das Gebilde hält. Ja, gelungen, es stürzt nicht ein. Ein feierlicher Augenblick. Dann steht Amy auf, geht einige Schritte weiter und dankt mir mit leiser Stimme aus tiefem Herzen: „Vielen Dank, dass du es mir überlassen hast, obwohl du die Grundlage geschaffen hattest. Ich weiß das zu schätzen; all die Mühe und Arbeit mit den Vorbereitungen.“
„Gerne“ antworte ich lächelnd und mit stiller Freude „es war schön für mich.“

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