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Das grasgrüne Paillettenkleid

Traum vom 14. November 2010

Zwei Frauen, ein Türspiegel und ich. Die Frauen sitzen auf Stühlen, wie vor Spiegelkommoden. Ich stehe vor einer weit offenen Tür, dennoch sehe ich mich in dem Durchgang wie in einem Spiegel. In den Händen halte ich ein etwas altmodisches Kleid aus grasgrünem Chiffon. Der Kleiderstoff ist wunderbar fließend und dabei doch schwer, was durch seine Seidenfütterung noch untermalt wird. Das Vorderteil des Kleides ist mit schwarzgrün schimmernden Pailletten und grünen Glassteinchen derart bestickt, dass es an eine Schärpe erinnert. Orientalische Musik erklingt, fährt mir in die Glieder, meine Hüften kreisen weit ausholend und geschmeidig, veranlassen mich, in das grüne Kleid zu schlüpfen. Ich strecke die Arme weit nach oben, lasse das Kleid die Arme hinab über Kopf und Körper gleiten, mich dabei schlängelnd und hüftenschwingend im Kreise drehend. Welch ein wunderbares Gefühl! Das Kleid passt nicht. Es ist zu weit, und im Bereich der Armausschnitte irgendwie zu kurz geraten – vielleicht ein Schnitt aus den Sechzigern. Altmodisch und wirklich nicht kleidsam. Ich halte noch einen breiten Schal aus passendem Stoff in den Händen, den ich nun um meine Hüften schlingen will, um mir in dem Kleid wenigstens etwas Kontur zu geben. Ob die beiden anderen Frauen mich ansehen? Ich erwarte direkt Anerkennung oder offene Ablehnung. Was davon, wäre mir egal; die Hauptsache ist, es kommt überhaupt eine Reaktion. Ich bin im Begriff, tänzelnd den Raum zu verlassen. Bisher hat noch keine der Frauen etwas gesagt. Auch kann ich mich nicht dazu überwinden, mich noch einmal nach ihnen umzusehen.