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“Dreckige” Stempel

Traum vom 14. November 2010

Im Halbdunkel erreiche ich das Grundstück mit dem kleinen Häuschen mitten auf einer wilden Grünfläche. Die Grundstückseite an der schmalen Zuwegung ist von einem niedrigen Holzzaun gesäumt. Dort hängt ein Postkasten. Und wie ich schon auf dem Grundstück stehe, nehme ich einen großen braunen Papierumschlag von jemanden entgegen. Der Umschlag ist offen. Darin ein Stiefelchen aus einst weißem Leder, mit Pfennigabsatz und mit Ziernieten geschmückt. Das Leder ist rissig und gilb, die Sohle etwas abgetragen. Ein Stiefel, wie ich ihn, selbst wenn er neu wäre, niemals tragen würde. Aber gut, ich soll ihn der Frau überreichen, die in dem Häuschen wohnt. So geschieht es, und ohne dass die Frau sich weiter um den Umschlag kümmerte, fordert sie mich auf ihr zu folgen. Ich erzähle ihr begeistert von meinem Interesse an „dreckigen“ Stempeln. Sie geht in eine kleine Bastelstube, die in der früheren Waschküche untergebracht ist, setzt sich an eine Werkbank, legt einen kleinen Acrylblock vor sich hin, nimmt einen Embossingstift – vielleicht ist es aber auch ein winziger Lötkolben oder ein Stift mit feiner Greifmechanik – und setzt einige Buchstaben aus Silikon auf den Block. Als sie fertig ist, steckt sie den so entstandenen Stempel in einen braunen Umschlag und überreicht ihn mir. Ich bin total überrascht und erfreut – und vor allem auch neugierig darauf, es mir anzusehen.