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Marihuana-Radieschen und Ananasschnaps

Traum vom 20.07.2005
Geselliger Raum – saloonartiges Ambiente. Heiteres Beisammensein an einem langen einfachen Holztisch. Am anderen Ende des Tisches auf der gegenüberliegenden Seite sitzt Thommy. Unerwartet nahm er das alte Gewehr und den alten Revolver wieder an sich. Leicht angetrunken fuchtelt er damit herum. Es ist offensichtlich, dass die Waffe lange Zeit gelegen hat, nicht mehr geölt wurde, und sich deshalb wohl auch kein Schuss lösen kann. Sicher ist so etwas nie. Deshalb würde ich am liebsten eingreifen und ihm das Gewehr wegnehmen. Aber ich setze das nicht um. Inzwischen greift auch schon Wolfgang ein und nimmt ihm entschlossen das Gewehr aus den Händen. Unter etwas Widerstand lässt es der Mann geschehen. Er hat ja noch den Revolver, und der ist völlig ungefährlich, da kann kein Schaden entstehen.

Nun wird getrunken. Der Wirt serviert mehrere Stumpen, die mit angedicktem Ananasschnaps gefüllt sind. Die Männer wollen sich nun im Kreis aufstellen und auf folgende Weise trinken: Einen Leerschluck, einen Schluck Ananansschnaps, einen Leerschluck und so weiter. Ich finde diese Druckbetankung einfach blöde. Stelle mich hin und simuliere diese Druckbetankung – ohne Schnaps. Ich ahme die Mimik der Männer absichtlich übertrieben nach, und mache es mit lauten Schluckgeräuschen vor, wie sie gleich trinken werden. Das ist doch einfach lächerlich!

Meine kleine Showeinlage stört die Männer überhaupt nicht. Das ist okay, denn ich habe etwas ganz anderes zu bieten: ich stehe auf, und halte mir ein Pflanzenteil vor die Brust. Ich trage ein helles T-Shirt mit einem Marihuanapflanzen-Aufdruck. Und davor halte ich dieses große fächerartige Blatt, an dessen spitzen Ende die rote Samenkapsel – sie schaut aus wie ein Miniatur-Radieschen – hängt. In dieser Samenkapsel sind viele kleine Körnchen enthalten, in denen das weiße Marihuana-Pulver entstand. Ich finde, es ist ein richtig gutes Gefühl, dieses Rauschmittel in seiner ursprünglichen Form vorweisen zu können. So halte ich es vor der Brust… zeigend und schweigend. Es interessiert niemanden, aber das erwartete ich auch nicht. Nur meine Mutter scheint Bedenken wegen meiner Demonstration zu haben.

Währenddessen sehe ich, dass der Wirt größere Mengen Flaschen mit Ananasschnaps zum Verteilen erworben hat. Ein Gast will einen Karton mit sechs Flaschen davon bestellen. Eine Flasche aus dem Karton, die der Wirt gerade herträgt, soll für Thommy sein, da er ihn orderte. Gerade will der Wirt diese Flasche übergeben, als eine fürsorgliche Person einschreitet und dem Wirt die Flasche auf halbem Wege aus der Hand nimmt. Das soll zeigen, dass Thommy diese Flasche nicht haben soll. Der Wirt erhält die Flasche zurück, und hat hoffentlich verstanden.

Die Männer trinken Ananasschnaps. Ja, wenn alle trinken, dann kann ich auch ausnahmsweise mal eine Zigarette rauchen. Ich zünde mir eine an, und verlasse zufrieden rauchend den Raum, trete in den angenehm milden Sommerabend hinaus. Draußen treffe ich auf eine Frau, die für die Sport-Dozenten etwas kopiert hat. Es geht dabei um ein Kinder- oder Jugendbuch, dessen Titel die Worte „Samstag“ und „schön“ enthält. Ähnlich „Am Samstag kommt das Sams zurück“. Ich schaue den Buchdeckel genauer an… Ja, die Geschichte kenne ich – die ist wirklich schön.

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