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Unterkunft im Bootshäuschen am See

Traum vom 10. Januar 2006

Ein verlassen daliegender großer See – kühl, grau, diesig, kühl… die nahende Dunkelheit bereits spürbar. Mike, Moina und ich befinden uns in einem Ruderboot. Wir sind die letzten auf dem See zu dieser kühlen Jahreszeit. Es ist ein weites Ruderboot aus Holz. Darin sitzend können wir nicht über Bord schauen. Es soll jetzt Richtung Ufer gehen, um noch vor Einbruch der Dunkelheit anzukommen. Zuvor wollen unsere Sachen im Boot geordnet und gepackt werden. Der Bootskörper ist bis 25 cm hoch mit Wasser gefüllt. Als Mike bemerkt, dass Uhr, ein Paar Socken und die Geldbörse im Wasser liegen, entringt sich ein tiefes Schluchzen seiner Kehle. Offenbar befürchtet er, an seine persönlichen Sachen nicht heranzukommen. Ich tröste und beruhige ihn, denn das Wasser ist doch recht klar und durchschaubar. Zudem wisse er, wo diese Sachen zu finden seien – müsse also nur zugreifen und sie herausfischen. Wir können es auch gleich rausfischen, wenn ihm damit wohler ist. Wir hängen die Socken über den Bootsrand, damit sie trocknen können. Und schon hängen sie dort… feucht und mittelgrau.
Wir erreichen das Land – alles klamm und kühl – und gehen zum Übernachten in ein kleines Bootshäuschen. Darin angekommen, ziehen wir warme und trockene Sachen an. Moina habe ich auf eine warme Decke am Boden hingelegt, damit sie bald schlafen kann. Es gibt kein elektrisches Licht. Eine batteriebetriebene Lampe vergaß ich mitzunehmen. Schade, so können wir heute Abend nicht mehr lesen. Wir hätten an ausreichende Beleuchtung denken müssen!

Bald wird es dunkel werden. Der Dreier-Leuchter steht auf einem Tisch – ich zünde alle drei cremeweißen Stabkerzen an – Freude. So können wir uns noch ein Weilchen an dem warmen Licht erfreuen. Mike spricht mich nochmals auf meine Müdigkeit an, von der er gedacht habe, dass sie sich inzwischen längst gelegt habe – leider ist das nicht so. Er bietet an, dass ich am kommenden Montagvormittag noch mal zwei Stunden schlafen könne. Die Zeit zum Ausruhen wolle er mir gerne möglich machen. Ich bin dankbar. Schon bald bemerke ich, dass Moina von einem Getränk nass geworden ist – ich muss sie umziehen und ihr eine frische Windel geben. Ich fange damit an, registriere die friedliche ruhige Stimmung, und ich fühle eine Gelassenheit, wie ich sie eher einem sehr alten Menschen zusprechen würde.

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