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Die letzten Hüllen fallen

Traum vom 21. Februar 2006

Ein attraktiv aussehender Mann erscheint. Ein “dunkler” Typ mit schwarzen Haaren und Augen, sehr schlank in schwarzen Jeans und schwarzer Jacke; etwa mein Alter und (im Traum) vertraut seit vielen Jahren: mein “Schatten-Animus”. Erfreut kommt er zu mir her, nimmt mich in die Arme und küsst mich. Schaut mich verliebt an. Ich spüre die Anziehungskraft und dennoch inneres Zurückhalten – hingeben mag ich mich ihm nicht. Wir verlassen den Raum und gehen hinaus. Gelangen in einen sonnigen Sommer. Die Sonne steht tief, die Schatten sind lang und zerbrechen in nacktem Heckengestrüpp. Ich gehe durch orangegoldenes Sonnenlicht, sehe meinen Schatten am Boden und an der Hecke. Ich trage ein einfaches Hemd – sonnengeblichen und mürbe, gerade bis zu den Knien reichend. Die Sonne durchleuchtet mich. Der Schatten zeigt meine Beine wie ein Röntgenbild: die Umrisse meiner fleischliche Hülle nur zu vermuten, aber deutlich die Knochen zu sehen. An jedem Kniegelenk wurde ein kleines Metallstäbchen eingesetzt; der Schatten zeigt es deutlich wie eine Röntgenaufnahme ganz hell. Ich hüpfe den Weg entlang, sage zu den anderen vergnügt: “Schaut euch mal den Schatten an!” Und während ich so hüpfe und springe, hüpft und springt auch mein Schattenskelett nebenher. Das schaut lustig aus und ich höre und fühle die Knochen klappern. Als ich an mir herunterschaue, sehe ich, dass ich ein Skelett bin.

Traumpfad:
Natur der Schattenfrau

Link:
Das Gerippe – Manfred Kyber

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